Rubio setzt auf alte und neue Partner
Die Einladung zur prestigeträchtigen Münchner Sicherheitskonferenz hat US-Außenminister Marco Rubio angenommen. Die Veranstaltung, die vom 13. bis 15. Februar stattfindet, wird Rubio nutzen, um sich mit internationalen Kollegen über die strategische Zusammenarbeit im euro-atlantischen Raum auszutauschen. Dies unterstrich Tommy Pigott, stellvertretender Sprecher des US-Außenministeriums.
Im Anschluss an die Gespräche in München sind Reisen nach Bratislava und Budapest vorgesehen. Dort will Rubio mit Vertretern der slowakischen und ungarischen Regierungen über das amerikanische Engagement zur Lösung globaler Konflikte und über Energiepartnerschaften sprechen. Diese Reiseroute deckt sich mit der jüngsten Sicherheitsstrategie der USA, die eine Wiederherstellung der amerikanischen „Energiedominanz“ vorsieht.
Besonders interessant ist die Route über Ungarn und die Slowakei. Beide Länder, derzeit von nationalkonservativen Regierungen geführt, stehen der EU-Politik kritisch gegenüber und importieren weiterhin russisches Öl. Sie planen sogar, gegen den geplanten EU-Gas-Stopp ab 2027 zu klagen. Die US-Sicherheitsstrategie begrüßt ausdrücklich den wachsenden Einfluss patriotischer europäischer Parteien und zielt darauf ab, Europa auf einen „korrigierten Kurs“ zu bringen.
Derweil wird US-Vizepräsident JD Vance, der im Vorjahr mit scharfer Kritik an Europa für Aufsehen sorgte, in diesem Jahr wohl nicht an der Konferenz teilnehmen. Die Münchner Sicherheitskonferenz gilt als zentrales Forum für sicherheitspolitische Debatten weltweit.

