Studienabsolventen länger betroffen
Die Sorgenfalten auf der Stirn von Hochschulabsolventen werden tiefer. Die Arbeitslosenquote unter Akademikern ist das dritte Jahr in Folge gestiegen, wie neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) belegen. Von 2,2 Prozent im Jahr 2022 kletterte die Quote schrittweise auf 3,3 Prozent im Jahr 2025.
Regionale Unterschiede
Besonders stark betroffen ist die Hauptstadt: In Berlin lag die Arbeitslosigkeit unter Akademikern mit 5,6 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Am besten sieht es in Baden-Württemberg und Hessen aus, wo die Quoten mit jeweils 2,6 Prozent am niedrigsten sind.
Angespannte Wirtschaftslage schlägt durch
Die Bundesagentur für Arbeit nennt die aktuell angespannte wirtschaftliche Lage als wesentlichen Grund für diese Entwicklung. „Ein Hochschulabschluss bietet nach wie vor eine sehr gute Absicherung gegen Arbeitslosigkeit, allerdings in Krisenzeiten wie diesen keinen allumfassenden Schutz“, erklärt Martina Musati, Regionaldirektorin der Bundesagentur für Arbeit Baden-Württemberg.
Akademiker kurzfristiger arbeitslos
Trotz der steigenden Quote sind Absolventen im Schnitt kürzer ohne festen Job als andere Berufsgruppen. Im Jahr 2025 lag die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit für Akademiker bei 267 Tagen. Beruflich Qualifizierte verbrachten im Durchschnitt 491 Tage auf der Suche nach einer Stelle, Personen ohne jegliche formale Qualifikation sogar 557 Tage. Insgesamt waren 2025 rund 2,95 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos gemeldet, darunter 335.397 Hochschulabsolventen.


