Mehr Transparenz vor Karneval

K.O.-Tropfen: CDU-Nachwuchs fordert Dunkelfeld-Studie für NRW

K.O.-Tropfen: CDU-Nachwuchs fordert Dunkelfeld-Studie für NRW
Foto: Feiernde Menschen im Straßenkarneval - Archivbild (Symbolbild), via dts Nachrichtenagentur

Kurz vor dem Höhepunkt der Karnevalssaison drängt die Junge Union in Nordrhein-Westfalen auf dringende Maßnahmen gegen K.O.-Tropfen. Die Organisation fordert eine umfassende Dunkelfeldstudie, um das Ausmaß des Problems besser zu erfassen und präventive Strategien zu entwickeln. Man sei besorgt über die hohen Dunkelziffern bei sexualisierter Gewalt.

Heimtückische Gewalt

Der Einsatz von K.O.-Tropfen wird als besonders heimtückische Form von Gewalt beschrieben, die Betroffene wehrlos mache und oft unentdeckt bleibe. Dies erklärt Kevin Gniosdorz, Landesvorsitzender der Jungen Union (JU) NRW, gegenüber der „Rheinischen Post“.

Die Vorstellung, dass solche Taten primär in der Altstadt oder im Club geschehen, sei zu kurz gegriffen. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigten, dass sexualisierte Gewalt unter Drogeneinfluss **nicht selten im sozialen Nahfeld und in privaten Räumen stattfindet, oft durch Bekannte.**

Statistik muss Problem zeigen

Um diesem Phänomen wirksam begegnen zu können, fordert die JU NRW eine landesweite Dunkelfeldstudie. Diese soll Umfang, Tatkontexte und die Hürden bei Hilfe- und Anzeigeverhalten systematisch untersuchen. Zusätzlich soll geprüft werden, wie der Einsatz bewusstseinstrübender Substanzen als Tatmittel in der Polizeilichen Kriminalstatistik besser erfasst werden kann.

„Das ist methodisch anspruchsvoll, darf uns aber nicht davon abhalten, das Phänomen statistisch sichtbar zu machen“, so Gniosdorz. „Ohne statistische Sichtbarkeit bleibt präventives Handeln blind.“