Dunkelfeld-Studie gefordert

Zweibrücken: Wehrbeauftragter fordert Umsetzung der Dunkelfeld-Studie

Zweibrücken: Wehrbeauftragter fordert Umsetzung der Dunkelfeld-Studie
Foto: Henning Otte (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

In Zweibrücken ringen Regimentsangelegenheiten, Behördenvertreter und Bürger um Klarheit nach einem Skandal im Fallschirmjäger-Regiment. Der Wehrbeauftragte Henning Otte drängt auf eine schnelle Dunkelfeld-Studie, um nicht gemeldete Vorfälle zu erfassen. Der Tagesverlauf macht deutlich, wie Politik, Truppe und Gesellschaft gemeinsam Antworten suchen und Vertrauen in die Bundeswehr wiederherstellen wollen und Stabilität schaffen.

Wehrbeauftragter fordert Dunkelfeld-Studie

In Zweibrücken, im Tagesverlauf, wurde über Vorwürfe in einem Fallschirmjäger-Regiment gesprochen. Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte, betont die Notwendigkeit, solche Fragen offen zu klären, um das Vertrauen in die Truppe zu stärken.

„Es stehen schwerwiegende Vorwürfe im Raum, die nun vollständig aufgeklärt werden müssen“, sagte Otte der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe).

Deshalb fordere er, dass das Ermittlungsverfahren zügig und konsequent zu Ende geführt werde. „Ebenso fordere ich, dass die Dunkelfeld-Studie, die bereits vor mehr als einem Jahr von meiner Vorgängerin im Amt empfohlen wurde, zeitnah vom Ministerium umgesetzt und vorgelegt wird.“

„Sie untersucht mögliche vorhandene, aber nicht gemeldete Fälle. Eine belastbare Analyse ist unerlässlich, um gezielte und wirksame Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen entwickeln zu können“, mahnte Otte.

Gegen Abend hatte der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freiding, im Verteidigungsausschuss einen Aktionsplan zur Beseitigung solcher Missstände vorgestellt. Otte sagte dazu: „Der angekündigte Aktionsplan des Heeres-Inspekteurs ist ein wichtiges und richtiges Signal. Die Truppe und die Gesellschaft müssen, insbesondere mit Blick auf den neuen Wehrdienst, darauf vertrauen können, dass in der Bundeswehr Recht und Ordnung gelten. Nur so gelingt es, Menschen für einen Dienst in den Streitkräften zu gewinnen.“

Mitgliedern des Fallschirmjägerregiments 26 in Rheinland-Pfalz werden Vorwürfe in Zusammenhang mit Rechtsextremismus, sexualisiertem Fehlverhalten und Drogenmissbrauch diskutiert.

 

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)