Dow gibt nach, Nasdaq legt zu

US-Börsen uneinheitlich: Starker Arbeitsmarkt dämpft Zinssenkungsfantasien

US-Börsen uneinheitlich: Starker Arbeitsmarkt dämpft Zinssenkungsfantasien
Foto: New York Stock Exchange (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der US-Arbeitsmarkt zeigte sich im Januar unerwartet robust und sorgte für Bewegung an den Börsen in New York. Während der Dow Jones leichte Verluste verzeichnete, schloss der Nasdaq 100 im Plus. Experten zufolge sprechen die Zahlen gegen eine baldige Lockerung der Geldpolitik durch die US-Notenbank.

Arbeitsmarkt überrascht positiv

Der US-Aktienmarkt hat am Mittwoch eine gemischte Bilanz gezogen. An der Wall Street schloss der Dow Jones Index nach X Handelsstunden mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent. Die Gewinnerseite dominierte hingegen in anderen Indizes.

Der Technologieindex Nasdaq 100 legte dagegen zu und beendete den Handel mit einem Plus von 0,3 Prozent. Der breiter gefasste S&P 500 konnte sich kaum bewegen und schloss nahezu unverändert.

Für eine gewisse positive Dynamik sorgte der am Vormittag veröffentlichte Arbeitsmarktbericht für Januar. Außerhalb des Agrarsektors entstanden im Januar 130.000 neue Stellen. Die Arbeitslosenquote sank damit von 4,4 auf 4,3 Prozent.

„Der US-Arbeitsmarkt präsentierte sich im Januar überraschend dynamisch“, kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank die Zahlen. „Der Gesundheitssektor und die Baubranche stellten mehr Personal ein, während im öffentlichen Sektor und in der Finanzbranche Stellen abgebaut wurden.“ Gitzel wies auch auf die deutlichen Revisionen der Vergangenheitswerte hin, insbesondere bei den von Neugründungen geschaffenen Jobs, die oft überschätzt würden. Die Beschäftigung wurde zuletzt um fast 900.000 Stellen nach unten korrigiert.

„Fed-Chef Jerome Powell hatte zuletzt von Abwärtsrisiken am US-Arbeitsmarkt gesprochen. Mit dem heutigen Zahlenwerk dürfte dieser Wortlaut als überholt gelten“, so Gitzel. Dennoch dürfte Powell in seiner vorsichtigen Haltung bezüglich weiterer Zinssenkungen bestätigt worden sein. Der Januar-Arbeitsmarkt gebe keinen Anlass für eine rasche geldpolitische Lockerung.