Aufwärtsbewegung an der Wall Street
Nachdem die US-Börsen am Mittwoch noch verhalten reagiert hatten, zeigte sich am Donnerstag eine deutliche Erholung. Zum Handelsende in New York schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 49.384 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte ebenfalls um 0,6 Prozent zu und notierte bei rund 6.913 Zählern. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete mit dem Nasdaq 100 einen Zuwachs von 0,8 Prozent auf etwa 25.518 Punkte.
Auslöser für die positive Stimmung war offenbar eine Kehrtwende von US-Präsident Donald Trump in der Grönland-Frage. Trump selbst verkündete auf seiner persönlichen Plattform, dass nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte ein Rahmen für ein zukünftiges Abkommen geschaffen worden sei. Details sind noch unter Verschluss, doch Medienberichte sprechen von einer Abtretung dänischer Souveränitätsrechte über kleine Gebiete Grönlands, auf denen US-Militärbasen errichtet werden könnten.
Die Reaktion aus Grönland und Dänemark fiel verhalten aus. Der grönländische Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen erklärte, er sei nicht über die Einzelheiten der diskutierten Vereinbarung informiert. Sowohl er als auch seine dänische Amtskollegin Mette Frederiksen betonten jedoch, dass Fragen der Souveränität eine „rote Linie“ darstellten.
Gold und Euro gefragt
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagabend ebenfalls stark und notierte bei 1,1750 US-Dollar. Parallel dazu profitierte der Goldpreis erheblich von den Marktentwicklungen. Eine Feinunze des Edelmetalls verteuerte sich um 1,8 Prozent auf 4.920 US-Dollar. Das entspricht einem Kilopreis von rund 50.000 Euro.
Ölpreis gibt nach
Ganz anders die Entwicklung beim Ölpreis. Ein Fass der Nordseesorte Brent verbilligte sich im späten Donnerstagshandel um 1,8 Prozent auf 64,05 US-Dollar. Das war ein Rückgang von 119 Cent im Vergleich zum Vortagesschluss.
