Grüne fürchten Gas-Abhängigkeit
Die Grünen fürchten, dass die Bundesregierung mit zu großen Zugeständnissen beim umstrittenen Heizungsgesetz die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verschärft. Michael Kellner, Energieexperte der Grünen-Fraktion, warnt, dass Hausbesitzer sehenden Auges in eine Kostenfalle geraten könnten, wenn die Gasnetzentgelte steigen.
Die Branche ist laut Kellner bereit: „Heizungsbauer sind längst weiter als unsere Regierung. Industrie und Handwerk stehen bereit für eine Modernisierungsoffensive.“ Man dürfe nicht von „Trumps oder Putins Gas“ abhängig sein, so Kellner weiter.
Industrie fordert schnelle Klarheit
Auch der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) drängt auf zügige Regelungen. Geschäftsführer Martin Sabel betont, dass die Wärmepumpe bereits auf dem Vormarsch sei und sich Handwerk, Industrie sowie viele Verbraucher auf das aktuelle Gebäudeenergiegesetz eingestellt hätten. Der Gebäudesektor biete „erhebliches Potenzial für wirtschaftliches Wachstum aus heimischer Wertschöpfung“.
Koalitionsvertrag sieht Ersatz vor
Im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist die Abschaffung des Heizungsgesetzes und die Einführung eines neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes geplant. Strittig ist dabei insbesondere, ob die im aktuellen Gesetz verankerte 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien beibehalten wird.

