Gabriel: "Sehenden Auges in Abwärtsspirale"

Streit ums Heizungsgesetz: Grüne warnen vor „Kostenfalle Gas“

Streit ums Heizungsgesetz: Grüne warnen vor „Kostenfalle Gas“
Foto: Eine neue Gasheizung (Archivbild), Symbolbild für die Debatte um das Heizungsgesetz.

Umstrittenes Heizungsgesetz: Die Grünen schlagen Alarm und warnen die Bundesregierung vor zu großen Kompromissen. Eine Abschaffung der 65-Prozent-Regel bringe Hausbesitzer angeblich in eine Kostenfalle. Politik und Industrie sollten schneller handeln, so die Forderung.

Grüne fürchten Gas-Abhängigkeit

Die Grünen fürchten, dass die Bundesregierung mit zu großen Zugeständnissen beim umstrittenen Heizungsgesetz die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verschärft. Michael Kellner, Energieexperte der Grünen-Fraktion, warnt, dass Hausbesitzer sehenden Auges in eine Kostenfalle geraten könnten, wenn die Gasnetzentgelte steigen.

Die Branche ist laut Kellner bereit: „Heizungsbauer sind längst weiter als unsere Regierung. Industrie und Handwerk stehen bereit für eine Modernisierungsoffensive.“ Man dürfe nicht von „Trumps oder Putins Gas“ abhängig sein, so Kellner weiter.

Industrie fordert schnelle Klarheit

Auch der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) drängt auf zügige Regelungen. Geschäftsführer Martin Sabel betont, dass die Wärmepumpe bereits auf dem Vormarsch sei und sich Handwerk, Industrie sowie viele Verbraucher auf das aktuelle Gebäudeenergiegesetz eingestellt hätten. Der Gebäudesektor biete „erhebliches Potenzial für wirtschaftliches Wachstum aus heimischer Wertschöpfung“.

Koalitionsvertrag sieht Ersatz vor

Im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist die Abschaffung des Heizungsgesetzes und die Einführung eines neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes geplant. Strittig ist dabei insbesondere, ob die im aktuellen Gesetz verankerte 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien beibehalten wird.