Anleger ziehen sich zurück

US-Börsen im Minus: Angst vor Nahost-Eskalation treibt Preise

Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

Die New Yorker Börsen haben am Donnerstag geschlossen mit deutlichen Verlusten reagiert. Anleger zeigen sich nervös angesichts der wachsenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Während Deutschland und Polen Soldaten abziehen bzw. Bürger zur Ausreise auffordern, verschärft sich die militärische Konfrontation im Nahen Osten.

US-Indizes fallen

Die Börsenplätze in den USA gingen am Donnerstag nach unten. Der Dow Jones schloss bei 49.395 Punkten und sank damit um 0,5 Prozent gegenüber dem Vortag. Der breiter gefasste S&P 500 fiel um 0,3 Prozent auf rund 6.862 Zähler, während die Technologiebörse Nasdaq mit dem Nasdaq 100 0,4 Prozent verlor und bei 24.797 Punkten notierte.

Fokus auf Iran-Konflikt

Die Unsicherheit über eine mögliche militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran beherrschte die Märkte. Berichte über eine massive Luftstreitmacht-Konzentration der USA im Nahen Osten, die größte seit der Irak-Invasion 2003, verstärkten die Sorgen der Anleger. Die Bundeswehr hatte angekündigt, Soldaten aus dem Nordirak abzuziehen, während Polen seine Staatsbürger eindringlich zur sofortigen Ausreise aus dem Iran aufforderte.

Euro schwächelt, Gold und Öl steigen

Angesichts der geopolitischen Turbulenzen gab der Euro leicht nach und kostete am Abend 1,1770 US-Dollar. Der Goldpreis hingegen profitierte von der Flucht in sichere Anlagen und stieg um 0,5 Prozent auf 5.000 US-Dollar je Feinunze. Deutlich im Plus zeigte sich auch der Ölpreis: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 2,3 Prozent auf 71,93 US-Dollar.