Proteste in Teheran

Teheran: Proteste eskalieren – Lage bleibt angespannt

Teheran: Proteste eskalieren – Lage bleibt angespannt
Foto: Iran (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Seit zwei Wochen dauern im Iran landesweit Proteste an. Aus Teheran und mehreren Großstädten melden Menschenrechtsgruppen eine Zunahme der Gewalt und eine wachsende Zahl von Festnahmen. Die Behörden berichten von Ruhe, Beobachter sehen jedoch eine angespannte Lage mit begrenztem Internetzugang. Die Situation beeinflusst Alltag, Mobilität und Medienberichterstattung in der Hauptstadt.

Lage in Teheran

Gegen Abend stehen Teheran und viele andere Städte des Iran erneut im Fokus: Proteste gehen weiter. Augenzeugen berichten von verstreuten, kurzen Versammlungen, die stark von Sicherheitskräften begleitet wurden. Die Internetverbindung war zeitweise eingeschränkt, was die Berichterstattung erschwerte. Lage bleibt angespannt.

Opfer und Festnahmen

Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen stieg die Zahl der Todesopfer auf mindestens 116. Unter den Toten sollen sieben minderjährig gewesen sein; mehrere Todesursachen wurden auf den Einsatz scharfer Munition oder Gummigeschosse zurückgeführt. Von den insgesamt 2.638 Festgenommenen seien 628 identifiziert, der Rest dagegen nicht näher aufgeführt.

Alltag und Reaktion

Die staatlichen Behörden betonen, dass die Ordnung aufrechterhalten werde. Gleichzeitig berichten Menschenrechtsgruppen von brutales Vorgehen. Die Diskrepanz zwischen dem, was öffentlich angekommen sei, bleibe groß, und viele Bürgerinnen und Bürger beobachten die Situation mit wachsamem Blick. Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt.