Debatte um Social Media
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hat die Diskussion um Altersgrenzen für Soziale Medien in Deutschland begrüßt. „Ich begrüße sehr, dass die Debatte inzwischen auch in Deutschland breit geführt wird“, sagte sie der „Rheinischen Post“. Die Erfahrungen, die Länder wie Australien mit Social-Media-Verboten sammelten, würden genau beobachtet. Die Empfehlungen einer von Prien eingesetzten Expertenkommission zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt seien abzuwarten.
Klare Regeln für junge Nutzer
Diese Expertise sei „grundlegend für unser weiteres Vorgehen“, betonte Prien. Altersgrenzen, Medienkompetenz und der Zugang zu altersgerechten Inhalten müssten „klug ineinandergreifen“ – im Interesse der Nutzer. Australien hatte im Dezember als erstes Land ein Verbot für unter 16-Jährige eingeführt, was die Debatte auch in Deutschland neu entfacht hat.
CSU sieht Hürden
Die CSU steht einem solchen Verbot eher skeptisch gegenüber. „Die CSU ist skeptisch gegenüber einem unpraktikablen Social-Media-Verbot“, äußerte CSU-Generalsekretär Martin Huber. Zwar sei man offen für „sinnvolle und praktisch umsetzbare Vorschläge“. Huber wies jedoch darauf hin, dass Verbote leicht umgangen werden könnten, wie das Beispiel Australien zeige. Er betonte, dass es bereits Altersbeschränkungen gebe, deren Durchsetzung aber in erster Linie bei den Eltern liege. Für Huber ist eine „Klarnamenpflicht im Internet“ wichtiger, um Drohungen und Beleidigungen entgegenzuwirken.




