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Neue Bahn-Chefin muss Großprojekt neu bewerten

Stuttgart-21-Desaster spitzt sich zu – Eröffnung 2026 laut „Spiegel“ wohl abgesagt

Foto: Deutsche Bahn AG / Jannik Walter

Die für Dezember 2026 geplante Eröffnung des Bahnprojekts Stuttgart 21 steht offenbar vor einer weiteren Verschiebung. Wie der „Spiegel“ unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, habe Bahn-Chefin Evelyn Palla dem Aufsichtsrat und den Projektpartnern bereits mitgeteilt, dass der Termin nicht zu halten sei. Eine offizielle Bestätigung der Deutschen Bahn liegt bislang nicht vor.

Seit Jahren kämpft das Milliardenprojekt mit Verzögerungen und Kostensteigerungen. Ursprünglich war die Inbetriebnahme für 2019 vorgesehen – später wurde sie mehrfach verschoben. Bereits im Juli hatte die Bahn erklärt, dass Teile von Stuttgart 21 frühestens 2027 in Betrieb gehen könnten.

Gründe für die anhaltenden Verzögerungen sind technische Probleme, neue Bauvorschriften und juristische Auseinandersetzungen. Laut „Spiegel“ soll ein neuer Zeitplan voraussichtlich erst Mitte 2026 bekannt gegeben werden – also nur wenige Monate vor dem ursprünglich geplanten Starttermin.

Bahn-Chefin Palla, die das Amt Anfang 2025 übernommen hat, will sich nun verstärkt auf Sicherheit, Sauberkeit und Pünktlichkeit konzentrieren. Das Mega-Projekt in Stuttgart bleibt damit eines der größten Infrastrukturprobleme der Deutschen Bahn.

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