Debatte um EU-Troppen

Strack-Zimmermann: Deutsche Soldaten nur per NATO-Mandat in Ukraine

Foto: Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hält eine Beteiligung deutscher Soldaten an einer Friedenssicherung in der Ukraine nur unter dem Dach der NATO für denkbar. Sie widerspricht damit Forderungen nach einem EU-Einsatz. Dies sei das sicherheitspolitische Rückgrat Deutschlands, so die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses.

Diskussion über Friedenssicherung in der Ukraine

Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), hat sich klar für den Einsatz deutscher Soldaten zur Friedenssicherung in der Ukraine ausgesprochen. Allerdings betont sie entschieden, dass dies nur im Rahmen der NATO geschehen dürfe. „Immer nur eingebunden in die NATO, denn ausschließlich die NATO ist unser sicherheitspolitisches Rückgrat“, formulierte sie gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Weber wirbt für EU-Soldaten

Strack-Zimmermanns Position steht im Kontrast zu den jüngsten Äußerungen von Manfred Weber, dem EVP-Fraktionsvorsitzenden. Weber hatte sich dafür ausgesprochen, deutsche Soldaten unter EU-Kommando in die Ukraine zu entsenden. Er äußerte den Wunsch: „Soldaten mit der europäischen Flagge auf der Uniform, die gemeinsam mit unseren ukrainischen Freunden den Frieden sichern.“ Weber argumentierte, dass die USA unter Donald Trump eine Friedenslösung nicht allein mit amerikanischen Soldaten absichern würden. Europa müsse daher Verantwortung übernehmen. Wenn es um europäische Truppen gehe, könne Deutschland nicht außen vor bleiben. „Nach einem Waffen­stillstands- oder Friedens­abkommen muss an der Sicherheitslinie die europäische Flagge wehen“, so Weber.

Warnung vor Spaltung innerhalb der NATO

Strack-Zimmermann warnte eindringlich davor, sich innerhalb der NATO auseinander­dividieren zu lassen. Sie bezeichnete solche Tendenzen als „nicht nur militärisch fatal“, sondern auch „sicherheitspolitisch Kamikaze“ im Angesicht von Russland und anderen Staaten. Diese Haltung unterstreicht die Bedeutung der transatlantischen Allianz für die deutsche Sicherheitspolitik.