Luftüberlegenheit beansprucht

Israel intensiviert Luftangriffe: Neue Phase über Teheran

Foto: Archivbild: Demonstration gegen Israel.

Israelische Streitkräfte gehen im Konflikt mit dem Iran in eine neue Angriffsphase über. Verteidigungsminister Katz spricht von einem „mächtigen Angriff“ über Teheran. Der Iran kündigt unterdessen Vergeltung an, sollte sein Oberster Führer das Ziel eines Angriffs gewesen sein.

Neue Angriffsstrategie

Israelische Kampfflugzeuge haben nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz erstmals während der Operation „Roaring Lion“ gezielt über der iranischen Hauptstadt Teheran operiert. Dabei handelt es sich um eine neue Taktik, bei der Munition direkt über den Zielen abgeworfen wird, was als „Stand-in“-Operation bezeichnet wird.

Zuvor hatte Israel bei Angriffen auf Teheran sogenannte „Stand-off“-Waffen eingesetzt, die aus größerer Distanz abgefeuert werden. Nun beansprucht das Land die Lufthoheit über Teheran für sich und sieht „den Weg nach Teheran geöffnet“.

Die israelische Militäraktion soll sich gegen „Ziele des Regimes und der Unterdrückung“ richten.

Teheran kündigt Vergeltung an

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat auf die Berichte reagiert und eine Vergeltung angekündigt. Sollte der iranische Oberste Führer Ali Chamenei das Ziel eines israelischen Angriffs gewesen sein, wertet Peseschkian dies als „Kriegserklärung an die Muslime, insbesondere an die Schiiten auf der ganzen Welt“. Der Iran sieht es als „Pflicht und legitimes Recht“, Gerechtigkeit und Vergeltung zu suchen und werde dieser Verantwortung „mit voller Entschlossenheit“ nachkommen.