SPD-Flügel fordert Einblick

SPD-Kreis will Handwerks-Praktika für Schüler

Foto: Fliesenleger (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Mangel an Fachkräften im Handwerk beschäftigt die Politik. Ein wichtiger Flügel der SPD, der Seeheimer Kreis, schlägt nun Alarm. Sie fordern, dass Schülerinnen und Schüler bereits während ihrer Schulzeit verpflichtend Erfahrungen in Handwerksbetrieben sammeln sollen. Ziel ist es, junge Menschen besser über die vielfältigen Karrierewege im Handwerk zu informieren und so dem Studium gegenüber eine Alternative aufzuzeigen.

Mehr Praxis für Schüler

Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels im Handwerk hat der konservative Seeheimer Kreis innerhalb der SPD eine klare Forderung aufgestellt. Nach Ansicht von Sprecher Esra Limbacher sollte ein Praktikum in einem Handwerksbetrieb bundesweit für Schüler verpflichtend werden. Dies sei ein wichtiger Schritt, um dem Trend entgegenzuwirken, dass sich noch immer zu viele junge Menschen unreflektiert für ein Studium entscheiden.

Das Handwerk attraktiv machen

Limbacher, der auch Vizevorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion ist, betont, dass oft das Wissen über die zahlreichen Chancen und Karrieremöglichkeiten im Handwerk fehle. Hier müsse die Schule ansetzen. Neben gutem Wirtschaftsunterricht sei daher mehr Praxisnähe unerlässlich, so Limbacher. Die Schulen könnten so auch auf die vielfältigen Perspektiven im Handwerk aufmerksam machen und damit den Nachwuchs fördern.

Die Forderung des Seeheimer Kreises zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Wichtigkeit des Handwerks zu schärfen und jungen Menschen eine fundiertere Berufswahl zu ermöglichen. Angesichts der aktuellen Engpässe im Arbeitsmarkt stellt diese Initiative einen konkreten Vorschlag dar, wie dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann. Die praktische Erfahrung könnte bereits frühzeitig Interesse wecken.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)