Signalwirkung für den Osten
Für den SPD-Politiker Sigmar Gabriel ist eine Rückkehr zur Wehrpflicht mehr als nur eine militärische Maßnahme. Vielmehr gehe es darum, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ein klares Zeichen zu senden. Gabriel betont, dass es nicht die Anzahl der Panzer sei, die Putin beängstige, sondern der Mut, die eigene Lebensweise zu verteidigen. „Unsere Haltung ist entscheidend“, sagte Gabriel, der auch dem Aufsichtsrat von Rheinmetall angehört.
Haltung statt Waffenstärke
Die Art, wie wir leben wollen und uns nicht von anderen vorschreiben lassen, müsse, so Gabriel, nach außen getragen werden. Die Wehrpflicht sieht er dabei als ein „sichtbares Beispiel“. Er ist überzeugt, dass allein die Auseinandersetzung mit dem Thema für die deutsche Gesellschaft bereichernd wäre. Es würde das Bewusstsein schärfen, in welch unruhigen Zeiten wir angekommen sind. Mit Blick auf die europäische Sicherheit spielen auch strategische Überlegungen eine Rolle, wie die aktuelle Diskussion um die deutsche Beteiligung in der Ukraine zeigt.