Merz betont gemeinsame Sicherheit in der Arktis
Friedrich Merz, der Bundeskanzler der CDU, hat sich bei den jüngsten Spannungen um Grönland als Brückenbauer gezeigt. Die Forderung der US-Regierung nach einem größeren Einfluss in der Region, begründet mit der Abwehr von Sicherheitsbedrohungen im hohen Norden, wertet Merz als Zeichen dafür, dass die Vereinigten Staaten die russische Bedrohung in der Arktis sehr ernst nehmen.
Dieses Statement gab Merz am Donnerstag während des Weltwirtschaftsforums in Davos ab. Dabei lenkte er die Aufmerksamkeit weg von den USA und richtete den Blick auf potenziell gefährlichere Akteure: Russland und China.
Die aktuellen Ereignisse in der Ostsee, wo mit hybriden Angriffen zu rechnen sei, und der andauernde Winterkrieg Russlands gegen die Ukraine, geben Anlass zur Sorge. Europäische NATO-Mitglieder, so Merz, seien sich einig, dass mehr für die Sicherheit im hohen Norden getan werden müsse. Deutschland werde seinen Beitrag leisten und die Solidarität mit Nachbarn wie Dänemark und Grönland intensivieren. Die Prinzipien der transatlantischen Partnerschaft – Souveränität und territoriale Integrität – seien dabei leitend.
Merz führte bereits Gespräche mit hochrangigen Vertretern, darunter US-Präsident Trump und die dänische Premierministerin Mette Frederiksen. Ziel sei eine engere Zusammenarbeit der Verbündeten. Ein von Trump angedeutetes Abkommen bezüglich Grönlands begrüßte Merz: Jede Aggression, die darauf abzielt, europäisches Territorium gewaltsam zu erwerben, sei inakzeptabel. Europa benötige eine geschlossene und entschlossene Reaktion. Die transatlantische Partnerschaft sei ein unersetzliches Gut, das bewahrt werden müsse.

