CDU-Chef verteidigt transatlantische Partnerschaft und warnt vor Russland und China

Merz betont Gemeinsamkeiten mit USA im Grönland-Streit

Merz betont Gemeinsamkeiten mit USA im Grönland-Streit
Foto: Nuuk auf Grönland am 20.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

Friedrich Merz hat im Grönland-Konflikt diplomatische Töne angeschlagen und die transatlantischen Beziehungen gestärkt. Er sieht die US-Forderungen nach Einflussnahme als Zeichen, dass die Gefahr aus Russland in der Arktis ernst genommen wird. Deutschland will sein Engagement in der Region verstärken und die Solidarität mit Partnern wie Dänemark und Grönland ausbauen.

Fokus der Bedrohung verlagert

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat sich CDU-Chef Friedrich Merz positioniert, wenn es um die Spannungen rund um Grönland geht. Die zunehmende Forderung der USA nach mehr Einfluss in der Arktis sei ein klares Signal, dass Russland als Bedrohung in der Region wahrgenommen wird. Merz verlagerte dabei den Fokus der Gefahren von den Vereinigten Staaten auf Russland und China.

Hybride Angriffe in der Ostsee und der Krieg Russlands gegen die Ukraine seien deutliche Warnzeichen. „Die europäischen Nato-Mitglieder sind überzeugt, dass mehr getan werden muss, um die Sicherheit im hohen Norden zu gewährleisten“, sagte Merz. Deutschland stehe hierbei im Einklang mit der Nato und werde die Solidarität mit europäischen Nachbarn und Partnern, insbesondere Dänemark und Grönland, ausbauen.

Solidarität und Souveränität

Die Prinzipien der transatlantischen Partnerschaft, „nämlich Souveränität und territoriale Integrität“, seien für Deutschland von höchster Bedeutung, so der CDU-Vorsitzende. Merz hatte sich in Davos bereits mit hochrangigen Vertretern wie US-Präsident Trump und Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen ausgetauscht. Ziel sei eine engere Kooperation unter den westlichen Verbündeten. Insbesondere Trumps Ankündigung einer Vereinbarung bezüglich Grönland begrüßte Merz. Er betonte, dass jede militärische Bedrohung europäischer Territorien inakzeptabel sei und Europa geschlossen und entschlossen reagieren müsse. Die transatlantische Partnerschaft sei ein wertvolles Gut, das es zu verteidigen gelte.