Zwei Samstage, zwölf Stunden und ein Zertifikat
Die Schulung des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ) richtet sich an Eltern, die andere Familien bei Fragen zur Medienerziehung unterstützen möchten. Der nächste Online-Durchgang findet am Samstag, 21. November, und am Samstag, 28. November 2026 statt. Beide Termine laufen von 9 bis 16 Uhr und enthalten jeweils eine einstündige Pause. Damit umfasst das Angebot insgesamt zwölf Zeitstunden.
Die Teilnahme ist kostenlos. Nach Angaben des LMZ sind keine besonderen Vorkenntnisse nötig. Erwartet werden Interesse an digitalen Medien und die Bereitschaft, mit anderen Eltern ins Gespräch zu kommen. Wer beide Schulungstage absolviert, erhält ein Zertifikat und kann anschließend als Ansprechperson für Eltern im eigenen Umfeld tätig werden. Das Zertifikat bestätigt die Teilnahme am Programm; eine formale pädagogische oder therapeutische Qualifikation ist damit nicht verbunden.
Welche Fragen Eltern selbst festlegen können
Die Inhalte werden nicht als starres Vortragsprogramm abgearbeitet. Laut LMZ wählen die Teilnehmenden gemeinsam mit den Referierenden Schwerpunkte aus. Genannt werden unter anderem Smartphone-Nutzung, soziale Netzwerke, Cybermobbing, digitale Spiele, Künstliche Intelligenz, Datenschutz und Urheberrecht. Dadurch kann der Kurs auf Fragen eingehen, die Familien aktuell beschäftigen.
Der praktische Nutzen liegt vor allem darin, Informationen einordnen und Gespräche moderieren zu können. Eltern sollen nach der Schulung nicht als Kontrollinstanz auftreten, sondern andere Eltern beim Austausch über Regeln, Risiken und Chancen digitaler Angebote unterstützen. Wer zunächst konkrete Einstellungen und Familienregeln sucht, findet bei insideBW zusätzlich eine Einordnung zu aufmerksamkeitsbindenden Mechanismen sozialer Netzwerke und möglichen Schutzmaßnahmen.
Wer teilnehmen kann – und was danach erwartet wird
Das Eltern-Medienmentoren-Programm ist als Multiplikatorenangebot angelegt. Geeignet ist es deshalb besonders für Menschen, die an einer Schule, in einem Elternbeirat, Verein, Familienzentrum oder informellen Elternnetzwerk als Ansprechperson aktiv werden wollen. Eine Teilnahme kann aber auch sinnvoll sein, wenn zunächst Sicherheit für Gespräche in der eigenen Familie gesucht wird.
Nach der Qualifizierung bietet das LMZ nach eigenen Angaben weitere Unterstützung an. Dazu gehören Materialien und fachliche Begleitung für die Arbeit mit Eltern. Wie umfangreich ein späteres Engagement ausfällt, hängt vom jeweiligen Umfeld ab. Interessierte sollten vor der Anmeldung prüfen, ob sie an beiden Samstagen vollständig teilnehmen können und ob sie anschließend tatsächlich als Kontaktperson zur Verfügung stehen möchten.
Anmeldung endet am 17. November
Für den November-Durchgang gilt eine Anmeldefrist bis Dienstag, 17. November 2026. Die Schulung findet online statt; eine Anreise entfällt. Die Zugangsdaten und organisatorischen Hinweise erhalten angemeldete Teilnehmende vom Veranstalter.
Wichtig für die Entscheidung: Das Angebot ist mehr als ein kurzer Elternabend. Zwei vollständige Schulungstage, die gemeinsame Themenauswahl und die vorgesehene Rolle als Medienmentorin oder Medienmentor machen daraus eine kompakte Qualifizierung mit anschließendem Praxisbezug. Wer nur eine einzelne Frage klären möchte, kann die regulären Online-Elternabende des LMZ prüfen. Wer dagegen Wissen weitergeben und Gespräche im eigenen Umfeld unterstützen will, findet hier den passenderen Rahmen.





