Sicherheit an Silvester: Kritik übt.

GdP beklagt fehlende Konsequenzen nach Silvester-Randale

Foto: Ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht in der Nacht. (Archivbild)

Die Gewaltexzesse an Silvester 2023/2024 sind vielen noch präsent. Nun meldet sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zu Wort. Sie kritisiert mangelnde politische Konsequenzen und langwierige Verfahren gegen die Täter. Es mangele an gesetzlichen Verschärfungen und schnelleren Urteilen, so die Gewerkschaft.

Keine Veränderung trotz Aufschrei

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht trotz der bundesweiten Ausschreitungen zum Jahreswechsel keine politische Bewegung. „Leider hat sich trotz der großen Aufregung über die Ausschreitungen beim letzten Jahreswechsel politisch nichts geändert“, sagte Andreas Roßkopf, GdP-Chef für die Bundespolizei, der „Bild“-Zeitung. Es seien keine Gesetze verschärft worden, und die Verurteilung von Tätern dauere zu lange. „Stellenweise hatte man an gewissen Punkten der Großstädte den Eindruck, wir befinden uns im Kriegszustand“, so der GdP-Chef. Dies zeige auch, wie die Debatte um ein Böllerverbot an Silvester immer wieder aufkommt.

Harte Strafen gefordert

Die Verfahren nach solchen Vorfällen ziehen sich oft über viele Monate und enden laut Roßkopf mit milden Urteilen. Dies sei nicht tragbar. „Das kann und darf so nicht sein. Harte Strafen müssen auf dem Fuße folgen.“ Er appelliert an mehr Rückhalt für seine Kollegen. Jeder Einsatz an Silvester berge für die Einsatzkräfte inzwischen die Gefahr, verletzt zu werden. Die Arbeit der Einsatzkräfte ist oft gefährlich.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)