Antrag für Parteitag in Stuttgart

CDU will Strafmündigkeit auf 12 Jahre senken

CDU will Strafmündigkeit auf 12 Jahre senken
Foto: CDU-Logo (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Berliner Landesverband der CDU will auf dem kommenden Bundesparteitag in Stuttgart eine Senkung des Strafmündigkeitsalters von 14 auf 12 Jahre erwirken. Begründet wird der Vorstoß mit dem angeblich früh entwickelten Unrechtsbewusstsein bei Kindern und der gezielten Ausnutzung der aktuellen Regelungen durch kriminelle Banden.

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Ein kontroverser Antrag liegt auf dem Tisch der CDU: Auf dem Bundesparteitag in Stuttgart soll diskutiert werden, ob die Strafmündigkeit künftig bereits ab dem 12. Lebensjahr gelten soll. Bislang sind Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren nach deutschem Recht schuldunfähig.

Früheres Unrechtsbewusstsein als Begründung

Initiatoren des Antrags, darunter der Berliner CDU-Landesverband, argumentieren, dass Kinder und Jugendliche durch die weitreichende Nutzung von Internet und sozialen Medien heute deutlich früher ein Bewusstsein für richtiges und falsches Handeln entwickeln. Wer demnach wissentlich Unrecht tut, müsse auch dafür zur Verantwortung gezogen werden.

Besorgnis äußern die Antragsteller auch über die Ausnutzung der aktuellen Gesetzeslage durch organisierte Kriminalität. Soziale Netzwerke und kriminelle Strukturen würden gezielt die Strafunmündigkeit junger Menschen für ihre Taten instrumentalisieren. Dies führe zu einer Zunahme brutaler Verbrechen, bei denen die jungen Täter bislang straffrei blieben.