Nach Angaben der Polizei blieb die Lage bis zum frühen Abend ruhig. Konkrete Störungen wurden nicht gemeldet.
Größter Einsatz seit Jahren
Für die Partie in der Europa League waren mehr als 1.000 Polizeikräfte eingeplant. Die Sicherheitsbehörden sprachen von einer hohen abstrakten Gefährdungslage. Neben uniformierten Beamten waren auch zivile Kräfte sowie Spezialeinheiten im Einsatz. Zusätzlich wurden Spürhunde eingesetzt, um das Europa-Park-Stadion im Vorfeld auf Sprengstoff zu überprüfen.
Am Spieltag galt im Umkreis des Stadions zudem eine Flugverbotszone. Die Polizei setzte eigene Drohnen und einen Hubschrauber zur Lagebeobachtung ein. Auch Rettungsdienste, Feuerwehr, Kliniken und die Staatsanwaltschaft standen in erhöhter Bereitschaft.
Verzögerungen beim Einlass
Der Einlass ins Stadion verlief deutlich langsamer als bei regulären Heimspielen. Der SC Freiburg informierte darüber, dass es aus organisatorischen Gründen zu Verzögerungen gekommen sei. Vor den Eingängen bildeten sich lange Warteschlangen, auch kurz vor dem Anpfiff standen noch zahlreiche Zuschauer an.
Taschen und Rucksäcke waren nicht erlaubt, die Kontrollen fielen umfassender aus als üblich. Besucherinnen und Besucher wurden gebeten, mehr Zeit für die Anreise einzuplanen.
Demos und Verkehrseinschränkungen
Parallel zum Spiel waren in der Innenstadt mehrere Versammlungen angemeldet. Am Platz der Alten Synagoge demonstrierten nach Polizeiangaben rund 650 Menschen unter dem Motto „Demo gegen das Maccabi-Spiel“. Die Kundgebung hielt Abstand zu sensiblen Bereichen ein und zog später weiter Richtung Stühlinger Kirchplatz.
Kurzfristig wurde zudem eine weitere Versammlung in der Innenstadt angezeigt. Aufgrund dieser Maßnahmen kam es im gesamten Stadtgebiet zu Verkehrsbehinderungen. Die Stadt und die Polizei hatten bereits im Vorfeld auf mögliche Einschränkungen hingewiesen.
Treffen israelischer Fans
Anhänger von Maccabi Tel Aviv hielten sich vor dem Spiel unter anderem in einem israelischen Restaurant in Freiburg auf. Der Zugang war gesichert. Die Stimmung unter den Fans wurde als ruhig beschrieben, später zunehmend ausgelassen, mit Gesang und Feiern in kleinen Gruppen.
Verein ruft zu Besonnenheit auf
Der SC Freiburg betonte im Vorfeld die Bedeutung eines respektvollen und friedlichen Umgangs rund um das Spiel. Fußball stehe für Begegnung und Zusammenhalt. Gleichzeitig machte der Verein deutlich, dass es sich aufgrund der politischen Lage und der Sicherheitsmaßnahmen nicht um ein gewöhnliches Europapokalspiel handle.
Ein Teil der organisierten Freiburger Fans kritisierte die Einschränkungen im Stadion, insbesondere das Verbot von Fahnen und Transparenten außerhalb der Fanblöcke. Mehrere Gruppen kündigten an, dem Spiel fernzubleiben, betonten jedoch, dies nicht als politisches Signal verstanden wissen zu wollen.
