Mehr Klimaschutz ab 2040
Das Europäische Parlament in Straßburg hat am Dienstag die Weichen für ein ambitioniertes Klimaziel gestellt. Mit deutlicher Mehrheit stimmten die Abgeordneten für eine Änderung des EU-Klimagesetzes, das eine Reduzierung der Netto-Treibhausgasemissionen um 90 Prozent bis zum Jahr 2040 vorsieht. Dieses Ziel gilt im Vergleich zum Stand von 1990.
Die Einigung, die zuvor mit dem Rat der EU erzielt wurde, sieht außerdem eine Verschiebung des neuen EU-Emissionshandelssystems für die Sektoren Gebäude und Verkehr vor. Statt wie ursprünglich geplant ab 2027, soll dieses System erst ab 2028 greifen.
Die Abstimmung im Plenum fiel eindeutig aus: 413 Abgeordnete stimmten für die Gesetzesänderung, 226 sprachen sich dagegen aus, 12 enthielten sich. Sobald der Rat dem nun ebenfalls zustimmt und der Text im Amtsblatt der EU veröffentlicht ist, tritt die Änderung 20 Tage später in Kraft.
Im Rahmen des neuen Ziels können fünf Prozentpunkte der angestrebten Emissionsreduktionen durch den Kauf internationaler Emissionszertifikate außerhalb der EU erzielt werden. Laut Parlamentsbeschluss dürfen diese Zertifikate allerdings nur aus Sektoren stammen, die nicht bereits unter das bestehende EU-Emissionshandelssystem für Energie und Industrie fallen. Zudem ist festgelegt, dass die Zertifikate nur aus Partnerländern erworben werden dürfen, deren Klimaziele und -politiken mit dem Pariser Übereinkommen vereinbar sind.

