Wettbewerbverzerrung befürchtet
Die Brüsseler Behörde teilte am Dienstag mit, dass sie der Frage nachgeht, ob Goldwind staatliche Hilfen erhalten hat, die den Wettbewerb im EU-Binnenmarkt verzerren könnten. Die Europäische Kommission hat schon Mitte April eine Vorprüfung eingeleitet und Unternehmen aus dem Sektor, darunter auch Goldwind, um Auskünfte gebeten.
Dabei seien Hinweise auf mögliche Subventionen aufgetaucht. Dazu zählen Zuschüsse, Steuervergünstigungen und Vorzugsfinanzierungen. Diese würden die Wettbewerbsposition von Goldwind im EU-Markt potenziell verbessern.
Schlag gegen fairen Handel
Goldwind ist in der EU unter anderem durch die Tochtergesellschaft Vensys mit Sitz im saarländischen Neunkirchen vertreten. Das Unternehmen agiert als Entwickler, Hersteller und Betreiber von Windkraftanlagen.
Die nun eröffnete Untersuchung basiert auf einer Verordnung, die seit Juli 2023 in Kraft ist. Sie gibt der Kommission die Befugnis, solche potenziellen Wettbewerbsverzerrungen durch Drittstaatensubventionen zu prüfen und gegebenenfalls einzuschreiten.
