Goldwind im Visier

EU beginnt Jagd auf chinesische Windkraft-Subventionen

EU beginnt Jagd auf chinesische Windkraft-Subventionen
Foto: Windräder (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die EU-Kommission hat eine Untersuchung gegen das chinesische Windkraft-Unternehmen Goldwind eingeleitet. Es besteht der Verdacht, dass das Unternehmen durch Subventionen aus Drittstaaten unfaire Vorteile auf dem europäischen Markt erhält. Dies könnte den Wettbewerb erheblich verzerren. Goldwind ist über Tochtergesellschaften in Deutschland aktiv.

Wettbewerbverzerrung befürchtet

Die Brüsseler Behörde teilte am Dienstag mit, dass sie der Frage nachgeht, ob Goldwind staatliche Hilfen erhalten hat, die den Wettbewerb im EU-Binnenmarkt verzerren könnten. Die Europäische Kommission hat schon Mitte April eine Vorprüfung eingeleitet und Unternehmen aus dem Sektor, darunter auch Goldwind, um Auskünfte gebeten.

Dabei seien Hinweise auf mögliche Subventionen aufgetaucht. Dazu zählen Zuschüsse, Steuervergünstigungen und Vorzugsfinanzierungen. Diese würden die Wettbewerbsposition von Goldwind im EU-Markt potenziell verbessern.

Schlag gegen fairen Handel

Goldwind ist in der EU unter anderem durch die Tochtergesellschaft Vensys mit Sitz im saarländischen Neunkirchen vertreten. Das Unternehmen agiert als Entwickler, Hersteller und Betreiber von Windkraftanlagen.

Die nun eröffnete Untersuchung basiert auf einer Verordnung, die seit Juli 2023 in Kraft ist. Sie gibt der Kommission die Befugnis, solche potenziellen Wettbewerbsverzerrungen durch Drittstaatensubventionen zu prüfen und gegebenenfalls einzuschreiten.