Ermittlungen wegen Datenfang und Missbrauch

Razzia bei X: Französische Büros durchsucht

Razzia bei X: Französische Büros durchsucht
Foto: Symbolbild: Französische Polizisten, via dts Nachrichtenagentur

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat die französischen Büros der Social-Media-Plattform X durchsuchen lassen. Hintergrund sind Ermittlungen, die im Januar 2025 eingeleitet wurden. Medienberichte deuten auf Verdachtsmomente wie Algorithmus-Manipulation und unerlaubte Datenerfassung hin. Die Ermittlungen wurden offenbar auf Vorwürfe der Beihilfe zur Verbreitung von Kinderpornografie und Deepfakes ausgeweitet.

Hausdurchsuchung in Paris

Die Abteilung für Internetkriminalität der Pariser Staatsanwaltschaft ordnete am Dienstag die Durchsuchung der französischen Niederlassungen von X an. Offizielle Angaben zu den genauen Hintergründen bleiben aus, doch die jüngsten Entwicklungen deuten auf eine ernste Sachlage hin.

Nach Informationen aus Medienkreisen stehen diese Maßnahmen im Zusammenhang mit Ermittlungen, die bereits seit Anfang 2025 laufen. Im Fokus: mutmaßliche Manipulationen von Algorithmen, durch die Inhalte auf der Plattform verbreitet werden, sowie die unerlaubte Sammlung von Nutzerdaten.

Die Vorwürfe scheinen sich laut Berichten weiter verschärft zu haben. Die Ermittlungen sollen mittlerweile auch auf die Beihilfe zur Verbreitung von Materialien über sexuellen Kindesmissbrauch und sexualisierte Deepfakes ausgeweitet worden sein.

Ein weiterer brisanter Punkt: X-Chef Elon Musk und die frühere CEO Linda Yaccarino wurden von der Pariser Staatsanwaltschaft im April zu einer freiwilligen Befragung vorgeladen, wie es heißt. Die Plattform X, ehemals Twitter, steht bereits seit geraumer Zeit unter Beobachtung von Datenschutz- und Justizbehörden weltweit.