„Andere Regionen sehen anders aus“
Die Energiekrise könnte Fernreisende vor unerwartete Probleme stellen. Anja Karliczek, Vorsitzende des Tourismusausschusses im Bundestag, äußert sich besorgt über die Risiken, die mit Langstreckenflügen verbunden sind. Zwar sei die Kerosinversorgung in Deutschland und für gebuchte Flüge derzeit gesichert, doch das Bild sieht weltweit anders aus.
„Das sieht in anderen Regionen dieser Welt natürlich etwas anders aus“, sagte Karliczek der „Rheinischen Post“. Für Urlauber bestehe die Gefahr, ihr Reiseziel nicht zu erreichen oder nicht mehr nach Hause zurückkehren zu können.
Asien und Nahost im Fokus
Besonders die Entwicklungen für Fernreisen nach Asien und in den Nahen Osten seien unklar. „Niemand weiß zudem, wie sich die Lage gerade für Fernreisen nach Asien und in den Nahen Osten entwickeln wird. Das sollte jeder genau für sich beobachten“, mahnte die CDU-Politikerin.
Deutschland hingegen könne von der aktuellen Unsicherheit profitieren. „Das Reiseland Deutschland kann durchaus von der aktuellen Entwicklung profitieren“, so Karliczek. „Außerdem können wir sicheres Reisen bieten. Das ist bei einer so unsicheren Weltlage eher ein Pfund für den deutschen Tourismus.“
Kein genereller Appell gegen Urlaub
Einen generellen Aufruf, im Inland Urlaub zu machen, lehnte Karliczek jedoch ab. Stattdessen würden europäische Ziele wie Spanien und Portugal bereits von einer erhöhten Nachfrage profitieren, da viele Reisende ihre Fernreisen umbuchen und sich für Ziele innerhalb Europas entscheiden. „Nein, soweit würde ich nicht gehen“, antwortete sie auf die Frage, ob Urlauber lieber in Deutschland bleiben sollten.




