Big Data und Biometrie für Polizei und Verfassungsschutz

Dobrindt setzt auf Datenflut gegen Kriminelle

Dobrindt setzt auf Datenflut gegen Kriminelle

Alexander Dobrindt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) plant eine Verschärfung der Ermittlungsbefugnisse. Mit Hilfe automatisierter Datenanalysen und biometrischem Abgleich sollen Terroristen und Schwerkriminelle schneller und präziser aufgespürt werden. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll noch diese Woche im Kabinett diskutiert werden. Ziel ist es, die stetig wachsenden Datenmengen effektiv für die Gefahrenabwehr nutzbar zu machen.

Mehr Schub für Ermittlungen

Schneller, schärfer, strukturierter – so sollen Ermittlungen gegen Terroristen und Schwerkriminelle unter der Ägide von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) künftig ablaufen. Der Minister setzt dabei auf die Macht von Big Data und biometrischen Daten. „Netzwerke, Strukturen und Verbindungen lassen sich früher erkennen, fundiert verstehen und fokussiert verfolgen“, erklärt Dobrindt. Insbesondere der biometrische Datenabgleich soll Polizei und Verfassungsschutz helfen, gesuchte Personen „präzise zu prüfen und punktgenau zu identifizieren“.

IT-Produkte im Test

Ein Gesetzentwurf zu digitalen Ermittlungsbefugnissen soll noch am Mittwoch ins Bundeskabinett eingebracht werden. Kernpunkte sind erweiterte Befugnisse zur automatisierten Datenanalyse, zum biometrischen Internetabgleich sowie zum Testen und Trainieren von IT-Produkten. Die Analyse „bereits rechtmäßig erhobener polizeilicher Daten“ soll laut Entwurf entscheidend dazu beitragen, Verbindungen zwischen Taten, Personen und Orten aufzudecken. Die schiere Menge an Daten im digitalen Zeitalter mache solche Werkzeuge laut Ministerium unverzichtbar.

IP-Adressen bald länger gespeichert

Die Pläne reihen sich ein in eine bereits auf den Weg gebrachte Reform. Vergangene Woche hatte die Bundesregierung bereits beschlossen, dass Netzanbieter IP-Adressen für drei Monate speichern müssen. Damit will Dobrindt den Kampf gegen schwere internetbezogene Straftaten wie die Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen oder Cyberbetrug erleichtern.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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