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Neue Partnerin für Kap gesucht

Eisbär Charlotte verlässt Karlsruhe

isbärweibchen Charlotte verlässt nach drei Jahren den Karlsruher Zoo, um in Italien ein neues Kapitel ihres Lebens zu beginnen.
Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

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In den frühen Morgenstunden am 19.12.23 hat der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe Abschied von einem seiner prominenten Bewohner genommen. Eisbärweibchen Charlotte, eine bekannte Figur des Zoos, hat ihre Heimat in Karlsruhe verlassen, um ein neues Kapitel in ihrem Leben zu beginnen. Dieser Schritt markiert nicht nur für Charlotte, sondern auch für den Zoo eine bedeutende Veränderung.

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Auf nach Italien: Charlottes neue Heimat

Charlotte, die seit 2020 in Karlsruhe lebte, wird nun ihre Tage im italienischen Zoo Fasano verbringen. Diese Entscheidung wurde auf Empfehlung der Zuchtbuchkoordinatoren getroffen. Der Transport erfolgte in einer speziell für Eisbären konzipierten Kiste, begleitet von einer erfahrenen Zootier-Spedition. Dieser Umzug ist Teil eines größeren Plans, der die genetische Vielfalt und den Erhalt der Eisbärenpopulation im Fokus hat.

Kap bleibt zurück: Ein wertvoller Genpool

Während Charlotte sich auf ihre Reise begibt, bleibt Eisbär Kap im Zoo Karlsruhe zurück. Kap, der erst im Juli nach einer dreijährigen Zeit im Tierpark Hagenbeck nach Karlsruhe zurückkehrte, ist ein genetisch besonders wertvoller Eisbär. Seine Linie ist, abgesehen von einem jungen Tier in Hamburg, nirgendwo sonst vertreten. Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt betonte bereits bei Kaps Ankunft die Wichtigkeit seiner Präsenz für die Erhaltungszucht.

Die Suche nach einer neuen Partnerin

Mit Charlottes Abreise ist es nun ein vorrangiges Ziel des Zoos, möglichst bald eine neue Partnerin für Kap zu finden. Diese Partnerin sollte für die Zucht geeignet sein, um die Fortpflanzung und somit die Erhaltung der Eisbären zu unterstützen. Charlotte hingegen war nicht für die Fortpflanzung vorgesehen, was ihren Umzug in einen anderen Zoo notwendig machte.

Ein Abschied und ein Neuanfang

Charlottes Abreise aus dem Zoo Karlsruhe ist mehr als nur ein physischer Umzug. Es symbolisiert die ständige Entwicklung und Anpassung in der Welt der Zoos, die sich dem Erhalt bedrohter Arten widmen. Jeder Schritt, sei es ein Umzug oder die Ankunft eines neuen Tieres, trägt zur globalen Bemühung bei, die biologische Vielfalt zu erhalten und zu fördern.

Bedeutung für den Zoo und seine Besucher

Für die Besucher des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe bedeutet Charlottes Abreise einerseits Wehmut, andererseits aber auch die Gewissheit, dass ihr Umzug einem größeren Zweck dient. Der Zoo bleibt ein Ort des Lernens und der Bewunderung für die natürliche Welt, und die Geschichte von Charlotte wird weiterhin ein lehrreiches Beispiel für die Bedeutung von Zoos in der modernen Naturschutzarbeit sein.

Zukunftsaussichten: Erhaltung durch Kooperation

Der Zoo Karlsruhe, zusammen mit anderen Zoos weltweit, spielt eine entscheidende Rolle im Erhaltungszuchtprogramm. Durch die Kooperation in solchen Programmen wird sichergestellt, dass die genetische Vielfalt innerhalb der Populationen von bedrohten Arten wie den Eisbären erhalten bleibt. Diese Bemühungen sind entscheidend für das langfristige Überleben dieser majestätischen Tiere.

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Ein Blick nach vorn

Während Charlotte sich in ihrem neuen Zuhause einlebt, blickt der Zoo Karlsruhe optimistisch in die Zukunft. Die Suche nach einer neuen Partnerin für Kap ist bereits im Gange, und die Hoffnung besteht, dass bald neues Leben im Zoo zu sehen sein wird. Dieser Zyklus von Abschied und Neubeginn ist ein wesentlicher Bestandteil des Lebens in Zoos und ein Spiegelbild der fortwährenden Bemühungen um Artenschutz und Bildung.

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