Kosten für Verbraucher werden sichtbar

Gaspreis steigt weiter: Nahost-Konflikt treibt Preise in die Höhe

Gaspreis steigt weiter: Nahost-Konflikt treibt Preise in die Höhe
Foto: Gasspeicher (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die anhaltende Eskalation im Nahen Osten zeigt spürbare Auswirkungen auf dem Energiemarkt. Der Gaspreis hat am zweiten Tag in Folge kräftig zugelegt und verteuert sich um rund 25 Prozent. Dies bedeutet höhere Kosten für private Haushalte, die zunehmend die Großhandelspreise widerspiegeln.

Kosten steigen ungebremst

Der europäische Gasmarkt gerät weiter unter Druck. Am Dienstag kletterte der Preis für eine Megawattstunde Erdgas für die Lieferung im April bis auf 59 Euro. Das ist ein deutlicher Sprung nach oben, nachdem am Vortag noch knapp über 38 Euro für die gleiche Menge gezahlt wurden.

Das bedeutet für Verbraucher konkret: Statt rund 9 bis 11 Cent pro Kilowattstunde müssen sie nun mit 11 bis 13 Cent rechnen – und das sind nur die direkten Kosten inklusive Nebenkosten und Steuern.

Anteil des Großhandelspreises wächst

Bislang war nur etwa die Hälfte des Endkundenpreises direkt vom Großhandel abhängig. Dieser Anteil dürfte nun aber merklich steigen. Schon jetzt sind rund 5 Cent pro Kilowattstunde fix für private Haushalte, unabhängig von Marktschwankungen. Dazu zählen Kosten für Netznutzung, Erdgas- und CO2-Steuer sowie die darauf entfallende Umsatzsteuer.

Die Entwicklungen im Nahen Osten lassen die Unsicherheit auf den Energiemärkten weiter wachsen. Analysten befürchten, dass weitere Preissteigerungen möglich sind, sollte sich die Lage nicht entspannen.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)