Kosten steigen ungebremst
Der europäische Gasmarkt gerät weiter unter Druck. Am Dienstag kletterte der Preis für eine Megawattstunde Erdgas für die Lieferung im April bis auf 59 Euro. Das ist ein deutlicher Sprung nach oben, nachdem am Vortag noch knapp über 38 Euro für die gleiche Menge gezahlt wurden.
Das bedeutet für Verbraucher konkret: Statt rund 9 bis 11 Cent pro Kilowattstunde müssen sie nun mit 11 bis 13 Cent rechnen – und das sind nur die direkten Kosten inklusive Nebenkosten und Steuern.
Anteil des Großhandelspreises wächst
Bislang war nur etwa die Hälfte des Endkundenpreises direkt vom Großhandel abhängig. Dieser Anteil dürfte nun aber merklich steigen. Schon jetzt sind rund 5 Cent pro Kilowattstunde fix für private Haushalte, unabhängig von Marktschwankungen. Dazu zählen Kosten für Netznutzung, Erdgas- und CO2-Steuer sowie die darauf entfallende Umsatzsteuer.
Die Entwicklungen im Nahen Osten lassen die Unsicherheit auf den Energiemärkten weiter wachsen. Analysten befürchten, dass weitere Preissteigerungen möglich sind, sollte sich die Lage nicht entspannen.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)


