Neue Prüfungen – und eine Überraschung gleich zum Start
Routine? Fehlanzeige. RTL krempelt das Dschungelcamp kräftig um. Küttner verspricht frischen Nervenkitzel – und deutet eine große Änderung an, die die Zuschauer direkt in der ersten Show treffen soll:
„Natürlich haben wir ein paar wiederkehrende Klassiker wie den ‚Creek der Sterne‘, aber rund 90 Prozent der Prüfungen sind neu. Und es wird eine größere Änderung geben – diese Überraschung kommt direkt in der ersten Show.“
Kurz gesagt: Das Camp bleibt, aber alles drumherum wackelt.
So streng läuft das geheime Dschungel-Casting ab
Wer überhaupt ins Camp darf, entscheidet sich nicht spontan. Ganz im Gegenteil. Hinter den Kulissen läuft ein monatelanger Auswahlprozess, der präziser kaum sein könnte:
„Ich bin sehr stark eingebunden, auch wenn ich die Promis nicht persönlich treffe – das übernimmt Pamela Kretschmer von der Dschungel-Produktionsfirma ITV. Sie trifft sich mit den potenziellen Kandidaten. Wir kommen jedes Jahr Mitte Februar aus Australien zurück, und im März startet schon das erste Vorbereitungstreffen für die neue Staffel. Ab dann treffen wir uns alle drei bis vier Wochen, hängen die Porträts der infrage kommenden Stars an die Wand, diskutieren, sortieren – und spätestens im Herbst steht der Cast.“
Wand voller Gesichter. Diskussionen. Streichlisten.
Erst dann steht fest, wer ins Camp muss.
Gil Ofarim: RTL wollte ihn schon vor zehn Jahren
Mit Gil Ofarim hat RTL in diesem Jahr einen Kandidaten an Bord, der intern schon lange als Wunschname galt. Küttner bestätigt das offen:
„Ich kann verraten, dass wir Gil Ofarim schon vor zehn Jahren das erste Mal angefragt haben. Wir dachten immer: Der wäre super – spannende Persönlichkeit, Kinderstar, Popstar, riesige Musikkarriere, unter anderem in Asien, ‚Let’s Dance‘-Gewinner. Und er ist natürlich mehr als die Schlagzeilen der letzten Jahre. Ein toller Name für uns. Ob er der größte Fang ist? Das beurteile ich, wenn die Staffel gelaufen ist.“
RTL sieht in ihm mehr als nur Schlagzeilen. Der Busch soll entscheiden.
Foto: RTL / Hintergrund KI-generiert
Wie lange hält RTL noch zu Stefan Raab?
Auch zur Die Stefan Raab Show äußert sich Küttner – und bleibt dabei betont sachlich. Ein schnelles Urteil? Gibt es nicht:
„Wir bewerten die Performance der Raab-Projekte holistisch und beziehen die Performance linear, aber auch im Streaming und im Gesprächswert mit ein. Wie alle Inhalte unseres Hauses wird auch ‚Die Stefan Raab Show‘ kontinuierlich gemeinsam mit den Teams weiterentwickelt.“
Heißt übersetzt: RTL schaut genau hin – und entscheidet nicht nur nach Quoten.
Kein „Quotendesaster“ am Samstagabend
Deutliche Worte findet Küttner auch zur Kritik an Denn sie wissen nicht, was passiert. Von Panik hält er nichts:
„‚Quotendesaster‘ ist mir zu drastisch. Nach dem Abschied der außergewöhnlichen Dreierbesetzung mit Michelle Hunziker, den Ehrlich Brothers und den Zarrellas war klar, dass wir nicht sofort wieder die alten Zahlen erreichen. Und es war ein Abend mit harter Konkurrenz. Trotzdem ist ‚Denn sie wissen nicht, was passiert‘ eine starke Marke, die wir gemeinsam mit der Produktionsfirma I&U weiterentwickeln wollen. Was genau 2026 passiert, ist aber noch offen.“
Die Show bleibt. Aber alles steht auf dem Prüfstand.
Dieses Kultformat will Küttner zurückholen
Zum Schluss wird der RTL-Unterhaltungschef persönlich – und nostalgisch. Sein Wunsch-Comeback steht fest:
„‚7 Tage, 7 Köpfe‘! Ich habe die Show damals als junger Redakteur betreut – das hat mir riesigen Spaß gemacht. Ich weiß noch, wie ich im Freundeskreis ständig erklären musste, warum ich mit Rudi Carrell, Bernd Stelter und Jochen Busse arbeite. Viele hatten Vorurteile – aber die Show war in Wahrheit wahnsinnig lustig. Und ich hätte wirklich Lust, wieder so ein Format zu machen.“
Ein Klassiker.
Und vielleicht ein Comeback-Kandidat.
Das komplette Interview mit Küttner wird zudem am 15. Januar auf tvdigital.de veröffentlicht.

