Hoffnung auf politische Lösung
Die Zukunft des milliardenschweren Rüstungsprojekts FCAS steht im Fokus der bevorstehenden Gespräche zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Brüssel. Bereits am Dienstagabend äußerten die jeweiligen Außenminister Johann Wadephul (CDU) und Jean-Noel Barrot ihre Erwartung einer Einigung.
Die festgefahrenen Verhandlungen zwischen den beteiligten Unternehmen seien laut Barrot der Grund, warum die politische Führung nun stärker in die Pflicht genommen werde. „Die Lösung wird nicht von den beteiligten Unternehmen kommen, sondern von unserer politischen Führung“, erklärte Barrot auf der Konferenz „Europe 2026“ und spielte damit auf die unterschiedlichen Sichtweisen der deutschen und französischen Rüstungskonzerne an.
Wadephul zeigte sich ebenfalls optimistisch: „Wir werden eine gute Lösung für das FCAS-Projekt finden.“
EU-Erweiterung und neue Mitglieder?
Auch jenseits des Rüstungsprojekts äußerten sich die Außenminister der EU-Gründungsstaaten positiv zur Zukunft der Union. Die Erweiterung der Gemeinschaft liege nun in der Luft, so Wadephul. Dies betreffe nicht nur die Staaten des Westbalkans, sondern auch Länder wie Island und Norwegen.
Sogar eine Rückkehr Großbritanniens in die EU schloss Barrot nicht aus und sprach von einer „offenen Umarmung“. Kanada könnte ebenfalls eines Tages der Gemeinschaft beitreten, so der französische Minister. Wadephul zeigte sich hierzu ebenfalls aufgeschlossen: „Ich bin offen für Kanada.“





