Wadephul zweifelt an Umsturz

CDU-Politiker: Regimewechsel im Iran „nicht realistisch“

CDU-Politiker: Regimewechsel im Iran „nicht realistisch“
Foto: Johann Wadephul (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Nach Beginn des Krieges zwischen Israel und der Hisbollah äußert sich die Bundesregierung skeptisch zu einem Regimewechsel im Iran. Außenamtskollege Johann Wadephul (CDU) hält diese Vorstellung für eine „hypothetische Idee“. Seine Gespräche mit US-Senatoren untermauern diese Einschätzung. Es gebe keine Anzeichen für eine solche Strategie Washingtons.

Regimewechsel unwahrscheinlich

Die Bundesregierung schätzt die Wahrscheinlichkeit eines Regimewechsels im Iran aktuell als gering ein. Dies erklärte Unions-Außenpolitiker Johann Wadephul am Dienstagabend bei der Konferenz „Europe 2026“. Es sei nicht davon auszugehen, dass sich die politische Führung im Iran zeitnah ändern werde.

Dem CDU-Politiker zufolge basieren seine Einschätzungen auf jüngsten Gesprächen mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio. Dieser habe deutlich gemacht, dass die Ziele der aktuellen Militäraktionen vor allem die Zerstörung der iranischen Atom- und Raketenprogramme seien. Die Sicherheit Israels stehe im Fokus, nicht jedoch ein Austausch der iranischen Führung.

Wadephul betonte weiter, dass eine militärische Lösung im Iran nicht zu erwarten sei. Auch ein kontrollierter Regimewechsel erscheine ihm als eine reine Spekulation.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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