Deutsche Wirtschaft kämpft weiter
24.064 beantragte Unternehmensinsolvenzen – das ist die Bilanz für das Jahr 2025, die das Statistische Bundesamt (Destatis) nun vorgelegt hat. Ein trauriger Rekord, wenn man bedenkt, dass dies der höchste Wert seit 2014 ist. Zum zehnten Mal seit 2014 haben die deutschen Amtsgerichte eine solch hohe Zahl registriert.
Die Zahlen bestätigen einen besorgniserregenden Trend: Bereits 2024 und 2023 waren die Insolvenzen um jeweils mehr als 20 Prozent stark angestiegen – ein klares Signal für die angespannte Lage vieler Unternehmen.
Schuldenlast sinkt trotz Pleiten
Interessant dabei: Obwohl die Zahl der Insolvenzen kräftig zulegt, sank die Gesamtforderungssumme der Gläubiger. Rund 47,9 Milliarden Euro wurden 2025 gemeldet, verglichen mit 58,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Grund: Im vergangenen Jahr waren weniger wirtschaftlich bedeutende Großunternehmen betroffen, deren Forderungssummen meist im zweistelligen Millionenbereich liegen.
Besonders hart trifft es Branchen wie den Verkehr und die Lagerei mit 133 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen. Auch Gastronomie (108), das Baugewerbe (104) und Dienstleister (100) zeigen sich anfällig.
Auch Verbraucher kämpfen
Nicht nur Unternehmen stehen unter Druck. Auch die Verbraucherinsolvenzen nahmen 2025 zu. Mit 77.219 Fällen gab es ein Plus von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Dezember 2025 zeigte ebenfalls einen Anstieg von 12,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)


