KI-Furcht trifft Finanzdienstleister

Dax verliert zum Wochenstart Boden – KI bleibt treibende Kraft

Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Nach einer kurzzeitigen Erholung am Freitag gerät der Deutsche Aktienindex zum Start in die neue Handelswoche wieder unter Druck. Die US-Börsen, geschlossen wegen eines Feiertags, signalisieren über die Termimmärkte weitere Verluste. Die Sorge vor Umwälzungen durch Künstliche Intelligenz beeinflusst weiterhin die Marktstimmung und trifft nun auch den Finanzsektor.

Schwäche am Parkett

Zum Xetra-Handelsschluss gab der Dax um 0,5 Prozent nach und notierte bei 24.801 Punkten. Die Stimmen aus Übersee, trotz geschlossener Parkette über die Termizmärkte, ließen die Anleger aufhorchen: schlechte Nachrichten zeichneten sich ab. Analysten sprachen von einem „Strohfeuer“ der Freitagsrally. Diese Entwicklung war es auch, die dem deutschen Leitindex am Nachmittag die Richtung wies, nachdem er sich zuvor eher richtungslos verhalten hatte.

Neue Hoffnungen und alte Ängste

Die 25.000er-Marke rückt damit wieder in weitere Ferne, ein Dämpfer für die ansonsten zurückhaltenden Investoren. Der Feiertag in den USA und die geringe Handelsaktivität in Asien sorgten in Frankfurt für dünne Handelsvolumen. Doch auch unter diesen Bedingungen zeigten sich klare Muster: Zyklische Werte wie Heidelberg Materials und der deutsche Finanzsektor zogen die Aufmerksamkeit auf sich, nachdem die Branche eine längere Durststrecke hinter sich hatte. Deutsche Bank und Commerzbank konnten zulegen.

Demgegenüber standen Gewinnmitnahmen bei Siemens, die nach den beeindruckenden Geschäftszahlen auch am Montag anhielten und das Schwergewicht belasteten.

KI-Welle erfasst neue Branchen

Ein klarer Impulsgeber war und bleibt das Thema Künstliche Intelligenz. Insbesondere kleine Finanzdienstleister wie Flatexdegiro gerieten unter Druck – die Angst vor disruptiven Veränderungen in der Vermögensverwaltung ist groß. Diese Sorge breitet sich von Woche zu Woche auf neue Wirtschaftszweige aus. Nach der Softwarebranche sind nun der Logistik- und Finanzsektor an der Reihe.

Aber auch Gewinner gibt es im KI-Umfeld: Unternehmen, die als Dienstleister in diesem Bereich agieren, verzeichnen volle Auftragsbücher. Hierzulande zählen dazu unter anderem Aktien von Siemens, Siemens Energy, Hochtief und Heidelberger Materials.

Devisen und Rohstoffe im Blick

Am Montagnachmittag war die europäische Gemeinschaftswährung etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1854 US-Dollar. Der Goldpreis gab deutlich nach und erreichte 4.988 US-Dollar pro Feinunze. Der Ölpreis der Nordseesorte Brent stieg dagegen um 1,1 Prozent auf 68,47 US-Dollar je Fass.