Armutsgefährdung nimmt zu
16,1 Prozent der Deutschen hatten zuletzt ein Einkommen unterhalb der EU-definierten Armutsgefährdungsgrenze. Dies entspricht rund 13,3 Millionen Menschen. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 15,5 Prozent.
Hohe Quoten bei Alleinlebenden und Arbeitslosen
Die Armutsgefährdungsquote variiert stark je nach Lebenssituation. Besonders hart trifft es Alleinlebende mit einer Quote von 30,9 Prozent. In Familien mit nur einem Elternteil sind es 28,7 Prozent. Die höchste Gefährdung zeigt sich bei Arbeitslosen: Fast zwei Drittel von ihnen (64,9 Prozent) sind armutsgefährdet. Auch Rentner und andere Nichterwerbstätige sind überdurchschnittlich stark betroffen.
Blick über das Einkommen hinaus
Betrachtet man neben dem Einkommen auch die Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe, zeigt sich ein noch umfassenderes Bild. Rund 17,6 Millionen Menschen, das sind 21,2 Prozent der Bevölkerung, waren im Jahr 2025 von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Dieser Wert ist im Vergleich zum Vorjahr (21,1 Prozent) nahezu konstant geblieben.
Die EU-Definition für Armut oder soziale Ausgrenzung umfasst dabei neben dem niedrigen Einkommen auch erhebliche materielle Entbehrungen oder eine sehr geringe Erwerbsbeteiligung des Haushalts.

