Unruhe in der AfD Sachsen-Anhalt
Ein Antrag liegt vor: Mitglieder der AfD Sachsen-Anhalt verlangen die Einberufung eines außerordentlichen Mitgliederparteitags bis Ende März 2026. Berichte von RTL und ntv bestätigen die Bestrebungen.
Kernpunkt der Forderung ist eine offene Debatte über aktuelle Vorwürfe. Zudem sollen klare Regeln für die Besetzung von Stellen in Fraktions- und Abgeordnetenbüros erarbeitet werden. Auch die laut Landesverband angekündigte Verhaltenskommission soll auf diesem Parteitag gebildet werden, damit, so die Unterzeichner, Verantwortung geklärt und Spitzenkandidat Ulrich Siegmund geschützt werden kann.
Die Unterzeichner sehen den Landesvorstand aktuell nicht mehr in der Lage, die Krise eigenständig zu lösen. Sie betonen, dass nur ein umfassender Mitgliederbeschluss die Glaubwürdigkeit der Partei vor der entscheidenden Wahl 2026 retten könne. „Wer diesen Parteitag verhindert trägt Mitverantwortung für einen möglichen Wahlverlust 2026″, heißt es in dem Antrag.
Rund 150 AfD-Mitglieder aus Sachsen-Anhalt sollen den Angaben zufolge ihre Unterschrift geleistet haben. Für die offizielle Einberufung eines Parteitages ist die Anzahl der Unterzeichner jedoch nicht ausschlaggebend. Ein Antrag muss von mindestens vier Kreisverbänden beschlossen werden, damit der Landesvorstand dem Wunsch Folge leisten muss. Ob diese Hürde genommen wird, bleibt vorerst unklar.

