Bahn prüft Veräußerung
Der Konzern Deutsche Bahn zieht offenbar einen Verkauf seines internationalen Zugbetreibergeschäfts in Erwägung. Wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf interne Quellen berichtet, steht die unter „DB International Operations“ geführte Sparte zur Disposition. Dort sind operative Zugbetriebe außerhalb Europas gebündelt.
Die betroffenen Züge rollen derzeit in Indien, Uruguay und seit Kurzem auch in Ägypten. Die „DB International Operations“ ist Teil der „DB E.C.O. Group“, einer Konzerngesellschaft, die sich auf internationale Projekte spezialisiert hat.
Synergien mit Planungssparte?
Zusammen mit der Schwestergesellschaft „DB Engineering and Consulting“, die in der Vergangenheit für Streckenplanungen in fernen Ländern wie Katar oder Abu Dhabi zuständig war, war die Sparte zuletzt für knapp eine Milliarde Euro Umsatz verantwortlich. Das Betriebsergebnis von 35 Millionen Euro zeugte von einer soliden Profitabilität.
Unklar ist bislang, was mit der Planungsgesellschaft „DB Engineering and Consulting“ geschehen soll. Denn ein Teil ihrer Expertise wird auch für Infrastrukturprojekte in Deutschland benötigt, so zum Beispiel für die laufende Sanierung der Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim.
Mitarbeiter betroffen?
Eine Sprecherin der Deutschen Bahn äußerte sich auf Anfrage der Zeitung zurückhaltend. Sie erklärte, dass „Projekte und Geschäfte so weiterlaufen wie unter der bisherigen Zuordnung“. Die gesamte „DB E.C.O. Group“ beschäftigt derzeit rund 8.500 Mitarbeiter.


