Nabu fordert Engagement

Nabu-Präsident für neuen Zivildienst

Nabu-Präsident für neuen Zivildienst
Jörg-Andreas Krüger (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Angesichts neuer Diskussionen um einen Wehrdienst fordert Jörg-Andreas Krüger, Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu), die Einführung eines verpflichtenden Zivildienstes. Dieser könnte auch bei Natur- und Umweltschutzorganisationen geleistet werden, um junge Menschen prägend zu fordern und den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Insbesondere die ökologische Resilienz soll gestärkt werden.
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Fokus auf Ökologie

Angesichts der sich abzeichnenden Einführung eines neuen Wehrdienstes spricht sich Jörg-Andreas Krüger, Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu), klar für die Einbeziehung des Nabu in die Debatte aus. „Nach dem Wehrdienstgesetz wird auch die Diskussion über ein Zivildienstgesetz wieder aufflammen“, erklärte er gegenüber dem Nachrichtenportal T-Online. „Ich bin für einen verpflichtenden Zivildienst, der auch beim Nabu möglich wäre.“ Krüger betonte, dass dies für viele junge Menschen eine Herausforderung darstellen würde, er jedoch den Zivildienst als eine seiner eigenen prägendsten Zeiten empfand. Der Klimawandel werde die Gesellschaft zukünftig stark fordern, so Krüger. Angesichts von Dürren, Bränden und Starkregen sieht er großen Sinn darin, den Zivildienst stärker auf ökologische Resilienz auszurichten.

Herausforderungen für Ehrenamtliche

Gleichzeitig hob Krüger die entscheidende Bedeutung der Ehrenamtlichen für die Arbeit des Nabu hervor. Mit Sorge blickt er auf die Haltung der AfD. „Die AfD lehnt unsere Arbeit grundsätzlich ab, stellt wissenschaftliche Erkenntnisse wie den menschengemachten Klimawandel infrage und greift Umweltverbände regelmäßig an. Mit dieser Partei gibt es für uns keine Zusammenarbeit“, sagte er deutlich. Die ehrenamtlichen Helfer des Nabu erleben vor Ort oft Ablehnung, bis hin zu Beleidigungen, und sehen sich manchmal Vereinnahmungsversuchen durch AfD-Vertreter ausgesetzt. „Beides ist schwierig und muss geklärt werden.“ Krüger möchte niemanden in unnötige Konfrontationen zwingen, aber betont: „Ehrenamtliche sollen keine politischen Konflikte auf der Straße austragen müssen.“ Insbesondere in einigen Regionen, vor allem in Ostdeutschland, sei der Druck auf die Ehrenamtlichen besonders hoch, wofür er großes Verständnis zeige.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)
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