Mehr Lärm, mehr Scherben?

Böllerverbot-Petition gewinnt weiter an Fahrt

Foto: Feuerwerksverkauf am 29.12.2025, via dts Nachrichtenagentur

Der letzte Tag des Jahres brachte einen deutlichen Schub für die Petition, die ein Verbot von Silvesterböllern fordert. Mit drei Millionen Unterschriften wächst der Druck auf die Politik. Die Befürworter verweisen auf die Gefahren und das Chaos des vergangenen Jahres, während die Befürchtung wachse, dass die Belastung für Einsatzkräfte und die Umwelt weiter steigt.

Zuspruch für Böllerverbot

Zahl der Unterschriften steigt

Am Silvestertag hat die Anfang 2025 gestartete Petition der Gewerkschaft der Polizei für ein deutschlandweites Böllerverbot einen kräftigen Zuwachs verzeichnet. Waren es am Vorabend noch 2,7 Millionen digitale Unterschriften, so kletterte die Zahl bis zum Jahresende auf rund drei Millionen. Doppelte Einträge sind dabei technisch nicht ausgeschlossen.

Seit dem Start der Initiative im Januar 2025 hatte die Petition anfangs schnell eine beachtliche Resonanz erfahren, binnen weniger Tage sammelten sich 1,8 Millionen Unterstützer. Im weiteren Jahresverlauf zeigte sich jedoch ein merklich geringerer Zulauf.

Forderung nach konsequentem Verbot

Im Forderungstext der Gewerkschaft heißt es unmissverständlich: „An einem bundesweiten Böllerverbot führt kein Weg mehr vorbei. Was wir vergangenes Silvester erlebten, übersteigt jeden Rahmen.“

Neben Angriffen auf Einsatzkräfte und Rettungskräfte gab es im vergangenen Jahr mindestens fünf Todesfälle im Zusammenhang mit Unfällen durch Feuerwerkskörper. Wie jedes Jahr erlitten zudem zahlreiche Menschen Verletzungen.

Die aktuellen Zahlen verdeutlichen, dass das Thema Böllerverbot viele Menschen in Deutschland bewegt. Die Forderung nach einem Ende der traditionellen Knallerei zu Silvester wird lauter, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit und die Belastung von Umwelt und Einsatzkräften. Die Debatte um ein Verbot dürften die steigenden Unterschriftenzahlen weiter befeuern.

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