„Zurück in eine Heimat, die es nicht mehr gibt“
In den vergangenen Wochen hat die Welthungerhilfe ihre Aktivitäten in Syrien weiter ausgeweitet, besonders in Aleppo und im Nordwesten des Landes. Hier suchen Tausende Schutz vor den Folgen des Konflikts. „Wir verteilen Brot an 5.000 Haushalte und unterstützen Flüchtlingscamps mit Hygieneartikeln, Decken und Geld“, berichtet Mahmoud Albasha, ein Mitarbeiter der Welthungerhilfe vor Ort.
Doch die Herausforderungen bleiben gigantisch. „Viele Menschen wollen in ihre Heimat zurückkehren, aber oft ist alles zerstört. Es gibt weder Strom noch Wasser, keine funktionierenden Krankenhäuser oder Schulen. Ohne internationale Hilfe werden wir keine Perspektiven schaffen können“, warnt Albasha eindringlich.
Wirtschaft am Boden, Landwirtschaft am Limit
Die wirtschaftliche Situation in Syrien ist desolat: Die landwirtschaftliche Produktion liegt weit unter dem benötigten Niveau, um die Bevölkerung zu versorgen. Millionen Menschen haben keine Arbeit, und die Grundversorgung ist in weiten Teilen des Landes zusammengebrochen.
Hinzu kommen die massiven Zerstörungen durch jahrelange Kämpfe. Besonders betroffen sind die Infrastruktur, Wohngebiete und öffentliche Einrichtungen. „In vielen Regionen ist der Wiederaufbau noch nicht einmal ansatzweise begonnen worden. Das Risiko, dass die internationale Gemeinschaft Syrien jetzt aus den Augen verliert, ist groß“, so die Einschätzung der Welthungerhilfe.
Internationale Unterstützung ist entscheidend
Die Welthungerhilfe fordert ein klares Bekenntnis der internationalen Gemeinschaft: Der Wiederaufbau müsse jetzt in Angriff genommen werden, um langfristige Perspektiven zu schaffen. „Ohne Schulen, Krankenhäuser und funktionierende Städte können Rückkehrer nicht Fuß fassen. Es wäre fatal, wenn sich die Welt jetzt abwendet,“ mahnt Albasha.
Die Organisation plant bereits erste Maßnahmen für den Wiederaufbau. Der Fokus liegt auf Infrastrukturprojekten, der Unterstützung von Landwirten und der Sicherstellung medizinischer Versorgung. Doch diese Projekte sind ohne finanzielle Unterstützung nicht realisierbar.
Spendenaufruf für die Menschen in Syrien
Die Welthungerhilfe ruft dringend zu Spenden auf, um die laufenden Hilfsprojekte fortzusetzen und den Wiederaufbau zu starten.
Spendenkonto:
Deutsche Welthungerhilfe e.V.
Sparkasse KölnBonn
IBAN: DE15 3705 0198 0000 0011 15
BIC: COLSDE33
Verwendungszweck: Syrien
Hintergrund:
Die Welthungerhilfe ist seit 2013 in Syrien aktiv und unterstützt Menschen in den vom Krieg am stärksten betroffenen Regionen. Mit Hilfsgütern, Geld und Wiederaufbauprojekten hilft sie Millionen Familien, die Folgen des Krieges zu bewältigen.
Die Krise ist noch lange nicht vorbei – und die Zeit drängt, um eine nachhaltige Zukunft für Syrien zu ermöglichen.


