Anleger im "Risk-off-Modus"

Dax bricht ein: Geopolitik und schwache Firmenergebnisse drücken Kurse

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Der deutsche Leitindex Dax hat am Dienstag seine deutliche Talfahrt fortgesetzt und fiel bis zum Mittag unter die wichtige Marke von 24.000 Punkten. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und enttäuschende Quartalszahlen von Unternehmen wie Beiersdorf belasten die Märkte zusätzlich. Der Euro gab nach, während der Ölpreis kräftig anzog.

Börse unter Druck

Der Dax rutschte am Dienstag zur Mittagszeit weiter ins Minus. Bei 23.690 Punkten lag der Index damit 3,8 Prozent unter dem Vortagesschluss. Kursspitzen verzeichneten die Deutsche Börse, Fresenius Medical Care und Qiagen, während Beiersdorf, Siemens und Siemens Energy die rote Laterne trugen.

Naher Osten als Kurstreiber

Die Ereignisse im Nahen Osten dominieren die Börsenstimmung. „Der Dax reagiert weiter quasi minütlich auf die Ereignisse im Nahen Osten und beschleunigt seine Talfahrt unter die Marke von 24.000 Punkten“, erklärte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Die Folgen sind weltweit zu spüren: „Investoren rund um den Globus schalten in den Risk-off-Modus und das gilt in erster Linie für das von fremder Energie abhängige Europa.“

Beiersdorf-Zahlen belasten Konsumsektor

Zusätzliche Belastung kam von den unter den Erwartungen liegenden Quartalszahlen des Konsumgüterherstellers Beiersdorf. Das Unternehmen leide, so Lipkow, „explizit unter der Neuausrichtung der Marke Nivea und dem schlecht laufenden operativen Geschäft“.

Euro schwächer, Öl teurer

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Dienstagmittag schwächer. Ein Euro kostete 1,1586 US-Dollar. Der Ölpreis stieg indes spürbar: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 8,3 Prozent auf 84,19 US-Dollar.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)