Grünen-Kritik an Thiel
In die Debatte um die Beschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr hat sich Florian Seibel, Mitbegründer des Unternehmens Stark Defence, eingeschaltet. Hintergrund ist die Beteiligung des umstrittenen US-Investors Peter Thiel an dem Unternehmen. Von den Grünen gab es im Vorfeld deutliche Kritik an den Plänen des Bundesverteidigungsministeriums, einen Auftrag an ein von Thiel mitfinanziertes Unternehmen zu vergeben.
Wichtige Frühphasenfinanzierung
Seibel verteidigte die Rolle Thiels und hob dessen Bedeutung für die Finanzierung seines Unternehmens hervor. „Er ist reingegangen, als kein anderer Europäer bereit war, uns zu finanzieren“, zitierte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ Seibel. Seine Beteiligung an Stark Defence liege unter zehn Prozent; auch bei Quantum Systems, das unbemannte Aufklärungssysteme entwickelt und ebenfalls von der Bundeswehr getestet wird, sei Thiels Anteil unter fünf Prozent. Dies bedeute keinerlei Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse für den Investor.
Die Kritik der Grünen an der Beteiligung Thiels empfindet Seibel als „Doppelmoral“. Er hatte Stark Defence mitgegründet, weil sein ursprüngliches Unternehmen Quantum Systems keine Angriffswaffen produzieren konnte. Die Finanzierung durch Thiels Fonds sei in einer frühen Phase des Unternehmens existenziell gewesen.
