Gerechtere Finanzierung der Sozialsysteme gefordert
Der Sozialverband VdK begrüßt die Überlegungen der SPD, auch Mieteinnahmen und Kapitalerträge für die Finanzierung der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung einzubeziehen. VdK-Präsidentin Verena Bentele betonte gegenüber den Zeitungen der FunkeMediengruppe, dass es nicht länger hinnehmbar sei, wenn Menschen mit lukrativen Geschäften an der Börse oder lukrativen Vermietungen nichts zur Finanzierung des Sozialstaats beitragen müssten.
„Es ist überfällig, dass diese hohen Gewinne ihren fairen Beitrag leisten“, erklärte Bentele. Sie fügte hinzu, dass Kleinsparer durch „klug gestaltete, großzügige Freibeträge“ problemlos geschützt werden könnten.
SoVD fordert Anhebung der Beitragsgrenzen
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) teilt die grundsätzliche Haltung des VdK. Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier sieht in der Einbeziehung von Einkünften aus Vermietung und Kapital eine richtige Entwicklung. Allerdings sei es aus Sicht des SoVD unerlässlich, gleichzeitig die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung auf das deutlich höhere Niveau der gesetzlichen Rentenversicherung anzuheben.
Diese Anhebung würde laut Engelmeier die Leistungsfähigkeit der Krankenversicherung erheblich stärken und die Finanzierungsbasis verbreitern. Zudem würde die Beitragslast gerechter zwischen niedrigen, mittleren und hohen Einkommen verteilt werden.


