CEO sieht Expertise gewinnbringend

Mastercard offen für Partnerschaft beim digitalen Euro

Foto: Euromünze (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Mastercard-Chef Michael Miebach signalisiert Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung eines digitalen Euros. Das Kreditkartenunternehmen verfügt nach eigenen Angaben über umfassende Erfahrung im Bereich digitaler Währungen und hat bereits in anderen Märkten entsprechende Projekte umgesetzt. Die Investitionen in lokale Technik und Datenspeicherung seien zudem verstärkt worden.

Zahlungsverkehrsriese am Puls der Zeit

Die Europäische Zentralbank (EZB) tüftelt weiter an den Rahmenbedingungen für einen digitalen Euro. In diesem Kontext hat Michael Miebach, CEO von Mastercard, nun eine klare Haltung signalisiert: Das Unternehmen sei offen für eine Partnerschaft. „Wir stehen solchen Initiativen offen gegenüber“, erklärte Miebach in der Freitagausgabe des „Handelsblatts“.

Miebach, als einziger deutscher CEO an der Spitze eines US-Konzerns, sieht darin eine Chance, die vorhandene Expertise einzubringen. „Wir verfügen über Expertise im Bereich digitaler Währungen und tun dies auch bereits in anderen Ländern“, so der Manager. Er räumte ein, dass der Wunsch nach unabhängigen europäischen Zahlungslösungen verständlich sei. Mastercard investiere daher verstärkt in die „Lokalisierung von Technik und Datenspeicherung“.

Mit Blick auf mögliche regulatorische Hürden, wie etwa geforderte Zinsdeckel für Kreditkarten, zeigte sich Miebach gelassen. „Der Zinsdeckel wird uns kaum treffen“, ordnete er ein. Selbst bei einer Verlagerung hin zu anderen Zahlungsformen bleibe Mastercard relevant. „Solange sie Mastercard als Zahlungsmittel nutzen, egal ob als Kredit- oder Debitkarte, ändert sich bei uns nicht viel.“