Auf der L260 bei Mooshausen sind am Mittwochnachmittag zwei Autos frontal zusammengestoßen. Nach dem vorläufigen Stand des Polizeipräsidiums Ravensburg wurden fünf Menschen verletzt. Eine Person erlitt schwerere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.
Eine Person wird per Hubschrauber ausgeflogen
Der Unfall ereignete sich kurz vor 16 Uhr auf der Strecke zwischen Aitrach und Tannheim. Den bisherigen Ermittlungen der Verkehrspolizei Kißlegg zufolge geriet ein VW T-Cross aus noch ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit einem entgegenkommenden Opel. Die Polizei beschreibt ihre Erkenntnisse ausdrücklich als vorläufig; eine abschließende Rekonstruktion des Unfallhergangs liegt damit noch nicht vor.
Der Fahrer des VW sowie die drei Menschen im Opel wurden nach ersten Angaben eher leicht verletzt. Die schwerer verletzte Person saß im VW. Unter den Verletzten im Opel befand sich nach Polizeiangaben auch eine schwangere Mitfahrerin. Ob das ungeborene Kind betroffen ist, war am frühen Abend noch nicht bekannt. Weitere medizinische Angaben veröffentlichte die Polizei nicht.
Die Sperrung galt zunächst in beide Richtungen
Für Rettungsarbeiten und Unfallaufnahme wurde die L260 zwischen Aitrach und Tannheim voll gesperrt. Neben zahlreichen Rettungsfahrzeugen waren ein Rettungshubschrauber und die Feuerwehr im Einsatz. Wichtig für Verkehrsteilnehmer: Die Angabe zur Vollsperrung stammt aus der um 17.41 Uhr veröffentlichten Polizeimeldung. Eine spätere Freigabe der Strecke war dort nicht dokumentiert; die Meldung darf deshalb nicht als aktuelle Dauerprognose verstanden werden.
Wie lange Bergung, Spurensicherung und Reinigung der Fahrbahn dauerten, teilte das Polizeipräsidium zunächst nicht mit. Auch zu möglichen Umleitungen enthielt die Originalmeldung keine Angaben. Der Schaden an den beiden Fahrzeugen wird vorläufig auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt.
Was die Verkehrspolizei noch klären muss
Offen ist vor allem, weshalb der VW auf die Gegenfahrbahn geriet. Die Polizei nennt bislang weder einen technischen Defekt noch Ablenkung, Geschwindigkeit oder gesundheitliche Gründe. Solange die Ermittlungen laufen, wäre jede Festlegung auf eine Ursache Spekulation.
Zur Einordnung: Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ravensburg sank die Zahl der Schwerverletzten im Jahr 2025 nach Behördenangaben zwar um knapp 13 Prozent auf 375. Gleichzeitig stiegen Unfälle mit Personenschaden um 9,6 Prozent, und die Zahl der Verkehrstoten nahm von 23 auf 31 zu. Die Statistik beschreibt das gesamte Gebiet der Landkreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis; sie erlaubt keine Aussage zur Ursache dieses einzelnen Unfalls.





