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Feuerwehreinsatz in der Hildastraße

Kerze löst Brand in Weinheim aus: 100.000 Euro Schaden

Eine angezündete Kerze auf einem Balkontisch hat nach Angaben der Polizei in Weinheim einen Brand ausgelöst, der sich bis in Kellerräume ausbreitete. Vier Bewohner kamen unverletzt ins Freie. Der Schaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt.

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Feuerwehrleute mit Atemschutz beim Brand in der Hildastraße in Weinheim
Mit Atemschutz mussten die Einsatzkräfte den Brand löschen.
Foto: Feuerwehr Weinheim

Feuer breitet sich vom Balkon in den Keller aus

Der Alarm ging am Montagmorgen kurz vor 5 Uhr ein. Nach der ersten Meldung sollte es auf einem Balkon in der Hildastraße brennen. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand der Balkon einer Erdgeschosswohnung nahezu in Vollbrand. Die Flammen hatten bereits auf die darunterliegenden Kellerräume übergegriffen.

Das Polizeipräsidium Mannheim nennt eine angezündete Kerze auf dem Balkontisch als Brandursache. Ob sie unbeaufsichtigt war oder wie genau sich das Feuer ausbreitete, teilte die Behörde nicht mit. Solche Details bleiben deshalb offen. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 100.000 Euro.

Vier Bewohner retten sich unverletzt

In dem dreigeschossigen Haus mit drei Wohneinheiten hielten sich nach Angaben der Feuerwehr vier Menschen auf. Sie kamen unverletzt ins Freie. Um auszuschließen, dass sich weitere Personen im Gebäude befanden, öffneten Einsatzkräfte auch eine verschlossene Wohnungstür gewaltsam.

Mehrere Trupps gingen unter schwerem Atemschutz in den Keller. Parallel bekämpften Feuerwehrleute das Feuer von außen über Kellerfenster. Die starke Rauchentwicklung erschwerte die Arbeiten. Auch ein angrenzendes Wohngebäude wurde kontrolliert; dort stellte die Feuerwehr keine Auswirkungen fest.

Gegen 5.30 Uhr war der Brand weitgehend unter Kontrolle. Nachdem das Feuer gegen 7 Uhr erneut aufflammte, bauten die verbliebenen Kräfte noch einmal einen Löschangriff auf. Stadtwerke trennten das betroffene Haus von Strom und Gas. Erst gegen 9 Uhr war der rund vierstündige Einsatz beendet.

Was bei Kerzen vor Bränden schützt

Der Fall zeigt, wie schnell aus einer einzelnen offenen Flamme ein Gebäudebrand werden kann. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät, Kerzen nie unbeaufsichtigt brennen zu lassen. Der Deutsche Feuerwehrverband empfiehlt zusätzlich eine standfeste, nicht brennbare Halterung sowie ausreichend Abstand zu Vorhängen, Papier und anderen brennbaren Gegenständen.

Wenn ein Löschversuch nicht ohne Eigengefährdung möglich ist, hat die eigene Sicherheit Vorrang: Tür zum Brandraum möglichst schließen, das Gebäude verlassen und über 112 die Feuerwehr alarmieren. Rauchwarnmelder können eine unbemerkte Brandausbreitung früh melden. Weitere Hinweise bündelt insideBW im Beitrag zu sicheren Kerzen und offenem Feuer.

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  • Polizeipräsidium Mannheim, 26. Oktober 2026
  • Feuerwehr Weinheim, Zweitmeldung vom 26. Oktober 2026
  • Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
  • Deutscher Feuerwehrverband

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