Das Feuer in der Bodanstraße war nicht allein wegen der brennenden Wohnung anspruchsvoll. Flammen und Glut hatten sich nach Angaben der Feuerwehr Konstanz in Wände und Decken eines Fachwerkhauses ausgebreitet. Einsatzkräfte mussten deshalb große Teile der Konstruktion öffnen und das Dach von außen kontrollieren.
Brand drohte auf den Dachbereich überzugreifen
Die Alarmierung erfolgte am Dienstag, 27. Oktober, um 18:34 Uhr mit dem Hinweis „Wohnung – Menschenleben in Gefahr“. Beim Eintreffen stand die Wohnung bereits in Brand. Gleichzeitig bestand die Gefahr, dass das Feuer den Dachbereich erfasst.
Die Feuerwehr begann die Brandbekämpfung und Menschenrettung von der Vorder- und Rückseite des Gebäudes. In der betroffenen Wohnung wurde niemand angetroffen. Ob sich zum Zeitpunkt der Alarmierung Menschen in anderen Teilen des Hauses befanden, geht aus der Meldung nicht hervor; Angaben zu Verletzten enthält sie ebenfalls nicht.
Drei Gebäude vorsorglich geräumt
Im Einsatzverlauf wurden zwei Gebäude in der Bodanstraße und ein Gebäude in der benachbarten Stadelhofgasse geräumt. Die Stadtwerke stellten in dem betroffenen Haus die Gas- und Stromversorgung ab. Damit konzentrierte sich der Einsatz nicht nur auf das Löschen, sondern auch auf die Sicherheit der umliegenden Bebauung.
Die Brandwohnung ist nach dem Feuer nicht mehr bewohnbar. Für die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner wurde eine Notunterkunft organisiert. Wie viele Menschen davon betroffen sind und wann sie zurückkehren können, teilte die Feuerwehr zunächst nicht mit.
Wände, Böden und Dach mussten geöffnet werden
Die Bauweise des Fachwerkhauses erschwerte die Suche nach versteckten Glutnestern. Weil sich das Feuer in Decken und Wänden ausgebreitet hatte, öffneten die Kräfte diese Bereiche großflächig. Auch Böden wurden aufgenommen. Über die Drehleiter wurde das Dach von außen geöffnet, um weitere Brandstellen auszuschließen.
Zusätzliche Fachberater und das Technische Hilfswerk unterstützten die Beurteilung der Gebäudestatik. Eine Drohneneinheit des Landkreises lieferte der Einsatzleitung Bilder aus der Luft. Weitere Feuerwehrabteilungen wurden nachalarmiert; parallel stellten Kräfte auf der Feuerwache den Grundschutz für das übrige Stadtgebiet sicher.
Einsatz nach vier Stunden beendet
Nach rund vier Stunden konnte die Feuerwehr den Einsatz beenden. Eine konkrete Schadenssumme und die Brandursache nennt die veröffentlichte Einsatzmeldung nicht. Auch eine gesonderte polizeiliche Folgemeldung mit gesicherten Ermittlungsergebnissen lag bis zum Redaktionsstand am Mittwochmorgen nicht vor.
Damit bleibt offen, wodurch der Brand ausgelöst wurde und wie stark die tragenden Teile des Fachwerkhauses beschädigt sind. Belastbare Aussagen dazu sind erst nach den fachlichen Prüfungen möglich. Spekulationen über technische Defekte oder menschliches Verhalten wären zum jetzigen Zeitpunkt nicht gedeckt.





