Reform für Milliardenlücke

Klingbeil greift Erbschaftsteuer an

Klingbeil greift Erbschaftsteuer an
Foto: Lars Klingbeil (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant ein umfassendes Sparpaket zur Schließung der Haushaltslücke. Ein zentraler Punkt: die Erbschaftsteuer. Klingbeil kritisiert bestehende Ungerechtigkeiten und kündigt Handlungsbedarf an.

Haushaltsloch bedroht

Deutschland steht vor einer gigantischen Haushaltslücke. Alleine für 2028 müssen über 60 Milliarden Euro aufgebracht werden. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) macht klar: Es wird schmerzhaft.

Reformpaket angekündigt

Ein umfassendes Reformpaket soll die drohende dreistellige Milliardenlücke stopfen. Klingbeil spricht von einem „strengen Konsolidierungskurs“ mit „sehr weitreichenden Entscheidungen“. Auch Kürzungen bei Subventionen stehen im Raum.

Fairness bei Erbschaften?

Im Fokus steht dabei auch die Erbschaftsteuer. Klingbeil sieht hier erhebliche Ungerechtigkeiten. „Kleinere Erbschaften werden oft erheblich belastet, große Millionen-Erbschaften aber kaum. Diese Ungerechtigkeiten wollen wir beseitigen“, sagte er der FAZ. Ein Paket, das alle betrifft, dürfe nicht jene ausnehmen, die über hohe Vermögen oder Einkommen verfügen.

Mehrwertsteuer bleibt offen

Auf die Frage nach einer möglichen Erhöhung der Mehrwertsteuer, die von Ökonomen als unausweichlich bezeichnet wird, wich Klingbeil aus. Er verwies lediglich auf den Koalitionsvertrag, der eine solche Erhöhung nicht vorsieht.