Neue Fluchtursache: Versorgungskrise
Die schwindende Hoffnung auf Besserung in der eingeschränkten Versorgungslage zwang laut UNHCR zuletzt mehr Menschen zur Flucht aus der Ukraine. Der Sprecher des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen berichtete dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, dass zwar keine generell steigende Ausreisewelle zu verzeichnen sei – die grenzüberschreitenden Bewegungen seien im Dezember und Anfang Januar sogar zurückgegangen –, sich aber der Anteil derer erhöht, die explizit den Mangel an Strom, Heizung oder Wasser als Fluchtgrund anführen.
Deutschland: Keine massive Zunahme
Sowohl das Bundesinnenministerium als auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) sehen derzeit keine Anzeichen für eine signifikante Zunahme der Einreisen nach Deutschland, die direkt auf die Verschlechterung der Energieversorgung oder die Kältewelle zurückzuführen seien. Ukrainische Staatsbürger können sich zudem weiterhin 90 Tage visumfrei in der EU aufhalten.
Regelmäßige Ankünfte
Seit September registriert das Bamf pro Woche zwischen 2.000 und 3.000 ankommende Ukrainer, zeitweise sogar über 4.000. Diese Zahlen werden auch mit der Möglichkeit erklärt, dass seitdem Wehrpflichtige die Ukraine verlassen dürfen.



