Nach einer Vielzahl von Straftaten im Bereich Computerbetrug mit einer Schadenssumme von etwa einer Million Euro melden Staatsanwaltschaft Hechingen und Polizeipräsidium Reutlingen einen Ermittlungserfolg. In Zusammenarbeit mit der französischen Police Nationale und dem OFAC konnten drei Verdächtige identifiziert und festgenommen werden. Der mutmaßliche Haupttäter sitzt in Haft.
Die Cyberspezialisten der Kriminalpolizeidirektion Esslingen kamen den Kriminellen nach mehrjährigen Ermittlungen auf die Spur. Diese nutzten Phishing-E-Mails, um Zugangsdaten für Online-Banking und Mobilfunkkonten zu erlangen. Anschließend umgingen sie Verifizierungsverfahren für Überweisungen. Die betrügerisch erlangten Gelder flossen auf gefälschte Kryptowährungskonten.
Die Ermittlungen deckten eine arbeitsteilige, professionelle Vorgehensweise auf. Die Staatsanwaltschaft Hechingen erwirkte einen Haftbefehl für den 36-jährigen Haupttäter in Frankreich. Zudem wurden Durchsuchungsbeschlüsse für zwei 42-jährige Mittäter in Rheinland-Pfalz erlassen. Die länderübergreifende Zusammenarbeit erfolgte mit Eurojust.
Bei der Aktion am 10. März wurden umfangreiches Beweismaterial und Vermögenswerte im hohen sechsstelligen Bereich sichergestellt. Der beschuldigte Haupttäter wurde Haftrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete. Die Mittäter in Rheinland-Pfalz wurden nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Cyber-Bande in Frankreich gefasst
Reutlingen: Schlag gegen organisierte Cyberkriminalität
Foto: Foto: Polizei BW
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