Nur noch Reifen mit Alpine-Symbol – viele Autofahrer ahnungslos!
Seit Oktober 2024 gelten strengere Regeln für Winterreifen. Um als wintertauglich zu gelten, müssen sie das Alpine-Symbol – ein Berg mit Schneeflocke – tragen. „Ohne das Symbol gibt’s keine Winterzulassung mehr“, so Matthias Krebs vom ADAC. Das betrifft viele ältere Winterreifen ohne das Symbol, die nun nicht mehr als wintertauglich gelten. Das Produktionsdatum steht auf der Reifenflanke und sollte geprüft werden, um teure Fehler zu vermeiden.

Bußgeldgefahr bei falschen Reifen – Winterstraßen sind tückisch
In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht: Bei Glätte, Schnee oder Schneematsch ist die richtige Bereifung Pflicht. Autofahrer, die dennoch mit Sommerreifen unterwegs sind, riskieren ein Bußgeld von mindestens 60 Euro und einen Punkt in Flensburg. „Wer andere behindert oder gefährdet, zahlt noch mehr“, betont ADAC-Experte Krebs. Im Falle eines Unfalls könnten Sommerreifen die Versicherungsleistung kürzen – auch bei unverschuldeten Unfällen drohen finanzielle Folgen.
Aufgepasst! Lange Bremswege bei Sommerreifen im Winter
Sommerreifen verdoppeln oft den Bremsweg auf glatten Straßen und erhöhen so das Unfallrisiko enorm. Abgefahrene Winterreifen sind ebenfalls kritisch – schon bei 2 Millimetern Profil geht bis zu ein Drittel der Bremsleistung verloren. Der ADAC empfiehlt daher mindestens 4 Millimeter Profiltiefe für einen sicheren Winter – der Rand einer 2-Euro-Münze hilft hier beim Messen.
Winterurlauber sollten besonders aufpassen – andere Länder, andere Regeln
Für den Winterurlaub wichtig: In Österreich gelten Reifen mit unter 4 Millimeter Profiltiefe als Sommerreifen und sind auf vielen Winterstraßen nicht erlaubt. Ein guter Tipp zur Profiltiefenprüfung: Wenn der Rand der 2-Euro-Münze sichtbar ist, sollte der Reifen ausgetauscht werden. Nur so sind Autofahrer im Winterurlaub sicher unterwegs und vermeiden kostspielige Strafen.


